"Am Ende der Milchstraße" (Quelle: Neue Visionen)

Doku - "Am Ende der Milchstraße"

Was hält eine Gemeinschaft im Innersten zusammen? Zwischen Pferden, Bäumen und kräftigem Regen zeigt Regisseur Leopold Grün anhand eines kleinen deutschen Dorfs ein präzise Momentaufnahme.

Ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte lebt hier eine Gemeinschaft und tut, was Menschen eben tun müssen: sie gestalten ihre Umwelt, schreiben sich in die Landschaft.

Die 50-Seelen-Kommune atmet jenseits der Gezeiten, die den Wert des Westens bestimmen. Die Menschen leben am Rand des Existenzminimums, angewiesen auf die Natur und gegenseitige Hilfe. Ihr Alltag ist geprägt von Arbeit, Erinnerungen und von Verlust.

Und doch haben sich Bauer Maxe, seine Freundin Cordula, die der Liebe wegen bei ihm auf dem Land lebt, der Zugezogene Harry, der von weißen Nächten am Nordkap träumt, der Melker Oli, der bald heiraten wird, und die fünffache Mutter Gabi, deren Söhne arbeitssuchend heimgekehrt sind, eine wunderbare Gemeinschaft geschaffen: eine Idylle, der immer auch ein Abgrund eingeschrieben ist.

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KRITIKEN - PORTRÄTS - GESPRÄCHE

  • Ungeschönter Blick auf eine vernachlässigte Region

  • Banaler Alltag in aller Härte und voller Nostalgie

Trailer: "Am Ende der Milchstraße"

 

Regie: Leopold Grün, Deutschland 2013, 97 min, FSK: ab 6 Jahren
Kinostart: 24. Oktober 2013

Text:
Neue Visionen/rbb, Foto/Video: Neue Visionen