
Regenwald - "Das Geheimnis der Bäume"
Der Regisseur Luc Jacquet erzählt intime Geschichten aus dem Naturreich. Zuletzt feierte er mit "Die Reise der Pinguine" einen Kinoerfolg. In seinem neuen Film trifft er den Botaniker Francis Hallé, der den prähistorischen Regenwald erforscht. Jacquet geht der Magie des Waldes nach und zeigt, wie gefährdet sie ist.
Francis Hallé hat viele Jahre damit verbracht, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln. Als der Botaniker beginnt, vor Ort den Regenwald zu zeichnen, muss er dessen Verschwinden auf breiter Front in nicht einmal 50 Jahren feststellen.
Ausgehend von einem Kahlschlaggebiet untersucht er nun den gesamten Zeitraum von 700 Jahren, den es benötigt, bis über mehrere Etappen von Baumpionieren und Sekundärwald der finale Primärwald mit all seinem pflanzlichen und tierischem Artenreichtum steht. Hallé setzt die Zyklen und Prozesse der Natur zusammen und schlüsselt die Kreisläufe von der Wurzel bis zur Baumkrone, von Insekten bis Elefanten auf.
Er erzählt die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und macht Bäume als Lebewesen begreifbar. Mit kuriosen Allianzen und überraschenden Täuschungsmanövern sichern sie seit Jahrhunderten ihre Existenz. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesenhafter Bäume, Insekten lassen sich von Pflanzen an der Nase herumführen und Urwaldgewächse fungieren als Regengötter. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und führt hinein in die Tiefen des tropischen Dschungels, in denen die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen.
Regie: Luc Jacquet, Frankreich 2013, 78 min, FSK: ohne Altersbeschränkung
Kinostart: 2. Januar 2013
Text: Weltkino Filmverleih/rbb, Foto/Video: Weltkino Filmverleih










