"Das radikal Böse" (Quelle: W-Films/docMovie/Filmshot Benedict Neuenfels)

Massenmord - "Das radikal Böse"

Welche Mechanismen führen dazu, dass Töten zu etwas Alltäglichem wird? Regisseur Stefan Ruzowitzky untersucht in seiner neuen Dokumentation anhand von Originalbriefen, was junge Soldaten im Zweiten Weltkrieg dazu brachte, massenhaft zu töten und ganze Dörfer auszulöschen.

Wie werden aus ganz normalen jungen Männern Massenmörder? Warum töten ehrbare Familienväter Tag für Tag, jahrelang, Frauen, Kinder und Babys? Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war?

Der Oscar Gewinner Stefan Ruzowitzky erzählt spannend und bewegend von den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen. Wir hören die Gedanken der Täter aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Gerichtsprotokollen, sehen in junge Gesichter, Projektionsflächen für Assoziationen und Erkenntnisse. Ergänzt mit historischen Aufnahmen, den Aussagen renommierter Forscher und den überraschenden Ergebnissen psychologischer Experimente führt der Film hin zu dem "radikal Bösen", einer Blaupause des Genozid.

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KRITIKEN - PORTRÄTS - GESPRÄCHE

  • Aufwühlender Film

Trailer: "Das radikal Böse"

 

Regie: Stefan Ruzowitzky, Deutschland / Österreich 2014, 96 min, FSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 16. Januar 2013

Text: W-Film/rbb, Foto/Video: W-Film

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