
Schwierige Integration - "Land in Sicht"
Die Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruska haben ein Jahr lang drei Asylbewerber durch ihren Alltag im brandenburgischen Bad Belzig begleitet, die Anschluss in der deutschen Gesellschaft suchen. Das Schicksal der drei Männer aus dem Jemen, Iran und Kamerun zeigt, wie Integration funktioniert - und wie nicht.
Nach einer Flucht um die halbe Welt sind Abdul, Brian und Farid in einem abgelegenen Asylbewerberheim im kleinen Ort Bad Belzig gestrandet. Abdul ist ein Scheich aus dem Jemen, Farid kommt aus dem Iran und Brian aus Kamerun. Von Bad Belzig aus suchen sie nach Wegen in die deutsche Gesellschaft.
Auf Dorffesten, Ämtern und Diskotheken prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den Mentalitäten der Brandenburger aufeinander. Anstelle von Betroffenheit rückt "Land in Sicht" die unfreiwillige Komik dieses Aufeinandertreffens in den Blick.
Auf der Suche nach Kontakten, Bildung, Beschäftigung, Freundschaft, Sinn und Liebe und nicht zuletzt dem ersehnten Bleiberecht begegnen sie täglich der deutschen Bevölkerung. Unweigerlich erzählen ihre Erfahrungen und ihre Wahrnehmung uns, wie und wo Integration in Deutschland funktioniert, aber auch, was schief geht.
Regie: Judith Keil & Antje Kruska, Deutschland 2013, 97 min, FSK: ohne Altersbeschränkung
Kinostart: 23. Januar 2013
Text: Basis-Film-Verleih/rbb, Foto/Video: Basis-Film-Verleih












