Frauke Gust (Quelle: André Noll)

- Frauke Gust

Vom milden Südwesten Deutschlands ging es zum Studium an die Freien Universität Berlin: Publizistik, Germanistik & Russisch.

In Leningrad erste eigene Filmerfahrung gemacht: ein Videofilm, in dem unter anderem eine russische Rockgruppe und ein paar Künstler mitmachen.

Erste Radioerfahrungen in einer ehemaligen Backstube in Neukölln (KISS FM). Dann als SFB 88,8 Reporterin Hohenschönhausen und andere exotische Orte entdeckt.

Nebenbei in der Kunst- und Kulturszene unterwegs gewesen und Radiofeatures und Hörspiele gemacht.

Fürs Fernsehen gearbeitet und dann als Reporterin fürs Radio regelmäßig von den Filmfestspielen berichtet. Dabei habe ich dann schnell keinen Roten Teppich in Berlin mehr ausgelassen – so bin ich die radioBERLIN FILMFRAU geworden.

Wenn ich nicht im Kino bin oder an einem Roten Teppich stehe, versuche ich Linsen auf meinem Balkon zu züchten und übe dabei Gitarrenzupfmuster – das entspannt (und hilft vielleicht den Linsen beim wachsen)!

Bei dem Film beschloss ich, Filmkritikerin zu werden

"Solaris" von Andrei Tarkowski – als ich den Film zum ersten mal im Jugendfilmclub gesehen habe, habe ich NICHTS verstanden, aber auch rein gar nichts. Das lag nicht nur daran, dass der Film auf russisch mit Untertiteln gezeigt wurde – die Faszination dieses Films verstehen! Das war mein Ziel.

Den Film kann ich gar nicht oft genug sehen

"Butch Cassidy & the Sundance Kid" ("Zwei Banditen") – kann ich auswendig mitsprechen. Paul Newman und Robert Redford: 2 coolere Jungs zusammen gibts einfach nicht. Dazu eine tolle Frau (Katharine Ross) und der Soundtrack von Burt Bacharach – einfach zum verlieben. Dieser Film ist übrigens in der deutschen Synchronisation wesentlich lustiger als das Original!

Von diesem Regisseur oder dieser Regisseurin schau ich mir jeden Film an

Kathryn Bigelow und Terrence Malick. Kathryn Bigelow fand ich schon toll vor ihrem Oscar für "The Hurt Locker" als erste Frau für die beste Regie in der über 80-jährigen Geschichte der Oscars! Alle ihre Filme sind ein genialer ein Mix aus Kunst & Action. Mein Lieblingsfilm von ihr: "Point Break - Gefährliche Brandung" mit Keanu Reeves und Patrick Swayze.

Terrence Malicks Filme sind unglaublich intensiv und immer Ausnahmekinoerlebnisse. Sie handeln von den ganz großen Fragen: Was verbindet uns? Und was trennt uns von der ursprünglichen Verbundenheit der Dinge? Einen Malick-Film angucken, ist immer auch ein bisschen über das das Leben an sich meditieren. "Badlands", "The New World", "The Tree of Life".

Den Film hätte man besser nicht gedreht

"The Tourist" – der einzige Film in dem Johnny Depp richtig doof aussieht, weil die Chemie nicht stimmt zwischen ihm und Angelina Jolie.

Diesen Schauspieler möchte ich unbedingt mal vors Mikrofon bekommen

Johnny Depp - weil er der einzige ist, den ich noch nicht hatte :-) 

Wenn ich selber einen Film drehen würde, dann wäre es ein …

… Italo-Western oder ein Mittelalterfilm. Weil unbedingt Pferde mitspielen müssen, die hören sich soo toll an im Kino!

Die drei wichtigsten Eigenschaften einer Filmkritikerin sind:

Gutes Gedächtnis, damit man auch nach drei Filmen am Tag noch weiß, was was war.
Gute Laune, damit einen nicht jeder schlechte oder harte Film runterzieht.
Mitlachen und mitweinen können – ins Kino gehen, heißt Gefühle teilen!

Die rbb-Filmkritiker

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