Regisseur Gianfranco Rosi küsst am 21.02.2016 den Goldenen Bären (Quelle: dpa, Collage: rbb/Mitja Churikov)

Bilanz | Berliner Filmfestspiele 2016 - Berlinale zeigt sich politischer denn je

An diesem Thema ist auch die 66. Berlinale nicht vorbei gekommen: Mit dem Goldenen Bären wurde am Samstag die Flüchtlings-Doku "Fuocoammare" von Gianfranco Rosi ausgezeichnet. Obwohl einige Bären-Kandidaten von der Jury nicht bedacht wurden, zeichnete sich diese Berlinale durch Qualität und Vielfalt aus. Von Knut Elstermann

+++ BERLINALE – Ticker +++ Best-Of 2016 +++

Der Regisseur Udi Aloni (l-r) und die beiden Schauspieler Tamer Nafar und Samar Qupty (Quelle: dpa)

Kinobesucher haben entschieden - Panorama Publikums-Preis für "Junction 48 "

In der Berlinale-Sektion Panorama entscheidet keine internationale Jury über die Preisträger, sondern die Kinobesucher. Auch in diesem Jahr war die Teilnahme wieder groß. Als bester Spielfilm wurde "Junction 48" aus Israel ausgezeichnet. Unter den Dokus zählt "Who's Gonna Love Me Now?" zu den Gewinnern.

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 20.02.2016, Abschluss und Preisverleihung: Preisträger Gianfranco Rosi (l) / Goldener Bär für den besten Film für "Fuocoammare". Die Berlinale findet vom 11. · 21.02.2016 statt. (Quelle: dpa)

Berlinale-Preisverleihung 2016 - Goldener Bär für Flüchtlings-Doku "Fuocoammare"

Feuer und Wasser - zwei Elemente, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese Gegensätze zeigt Gianfranco Rosi in seiner Dokumentation "Fuocoammare" – übersetzt "Das Feuer auf dem Meer": Hier die Insel-Idylle, dort das Elend der Flucht. Ein Jahr lang begleitete Rosi das Leben und Sterben auf Lampedusa und gewann dafür den Goldenen Bären.

Berlinale-Blitzlichtgewitter - Diese Stars waren da

Zur Zeit der Berlinale glänzte Berlin noch ein bisschen mehr. Denn unzählige Stars und Sternchen kamen zu Besuch und präsentierten sich auf den roten Teppichen und beliebten Partys der Stadt. Diese Stars waren da...

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(v.l.) Schauspieler Gerard Depardieu, Regisseur Gustave Kervern, Festivaldirektor Dieter Kosslick und Regisseur Benoit Delepine auf dem roten Teppich für "Saint Amour" auf den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin (Quelle: AP)

Tag 8 der Berlinale - Liebe, Amour, Miłość - und die Teddys

Die Berlinale neigt sich dem Ende zu. Bei den letzten Beiträgen im Wettbewerb hat sich am Freitag vieles um die Liebe gedreht. Die Komödie "Saint Amour", die außer Konkurrenz läuft, trägt die Liebe sogar im Titel. Ihr Hauptdarsteller Gérard Depardieu sorgte bei der Präsentation des Films allerdings mit einer ganz anderen Liebe für Aufregung. Außerdem  wurden am Freitagabend zum 30. Mal die Teddy-Awards verliehen.  

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 19.02.2016 "Ejhdeha Vared Mishavad!" ("A Dragon Arrives!"), Fototermin: Homayoun Ghanizadeh (l-r), Kiana Tajammol, Regisseur Mani Haghighi, Amir Jadidi und Ehsan Goudarzi (Quelle:dpa)

Filmkritik | "Ejhdeha Vared Mishavad" - Twin Peaks in Teheran

Zum Abschluss dann nochmal richtiges Kino: Der letzte Wettbewerbsfilm der 66. Berlinale ist ein mysteriöses Verwirrspiel mit überwältigenden Bildern. Der Iraner Mani Haghighi sucht in seinem stylischen und sehr unterhaltsamen "Ejhdeha Vared Mishavad" ("A Dragon arrives") auch nach den Leichen im Keller seines Landes. Von Patrick Wellinski

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 19.02.2016 - Saint Amour - Fototermin: (L-r) Regisseur Benoît Delépine, Schauspieler Gérard Depardieu, Regisseur Gustave Kervern und Schauspieler Vincent Lacoste (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Saint Amour" - Drei Männer, viel Wein und eine Venus

Das Roadmovie "Saint Amour" ist der zweite französische Beitrag, der außer Konkurrenz im Wettbewerb zu sehen ist. Die unterhaltsame Komödie hält über weite Strecken gekonnt die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, nimmt am Ende aber eine wunderliche Wendung. Von Ula Brunner

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 19.02.2016 - Zjednoczone stany mi·o·ci («United States of love») - Fototermin: Regisseur Tomasz Wasilewski (M) und die Darsteller (l-r) Dorota Kolak, Julia Kijowska, Marta Nieradkiewicz und Magdalena Cielecka. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Zjednoczone stany miłości" - Runter vom Bett, raus aus dem Bild

Vier Frauen leiden am Leben und der Liebe. Dass um sie herum der Kommunismus zusammenbricht, scheint sie kaum zu interessieren. Der Pole Tomasz Wasilewski hat einen angenehm offenen, aber etwas frustrierenden Film in den Wettbewerb geschickt, der mit seinem offenkundigen Vorbild nicht mithalten kann. Von Fabian Wallmeier

Der libanesische Künstler Roy Dib präsentiert am 14.02.2014 in Berlin im Rahmen der 64. Internationalen Filmfestspiele seinen Teddy Award in der Kategorie "Bester Kurzfilm" für seinen Film "Mondial 2010" (Quelle: dpa)

Die Faszination Kurzfilm bei den Berlinale Shorts - Kurz, kürzer, am kürzesten

Extreme, das kann die diesjährige Berlinale, zumindest wenn es um die Spieldauer geht. Zwölf Stunden dauert der längste Film, vier Minuten der kürzeste. Klar, in zwölf Stunden kann man ganz schön was erzählen, aber in vier Minuten? Der Film "In The Soldier’s Head" ist einer der 26 Beiträge im Kurzfilmwettbewerb "Berlinale Shorts". Von Jakob Bauer

Produzent Bianca Balbuena, die Schauspieler Joel Saracho, Angel Aquino, Piolo Pascual, Cherie Gil, Regisseur Lav Diaz, die Schauspieler John Lloyd Cruz, Alessandra De Rossi, Produzent Paul Soriano, die Schauspieler Susan Africa, Hazel Orencio und Bernardo Bernardo auf der Premiere des Wettbewerbsfilms 'A Lullaby To The Sorrowful Mystery' auf den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin (Quelle: AP)

Tag 7 der Berlinale - Acht Stunden Kino für den Goldenen Bären

Es ist vollbracht. Die Berlinale kann einen Rekord vermelden für den längsten Wettbewerbsfilm aller Zeiten. Der philippinische Beitrag "A Lullaby To The Sorrowful Mystery" hat acht Stunden gedauert. Das Team traf sich deshalb schon morgens auf dem roten Teppich. Blitzlichtgewitter gab es auch für Kameramann Michael Ballhaus, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 17.02.2016, Fototermin "Hele Sa Hiwagang Hapis" ("A Lullaby To The Sorrowful Mystery"): Bianca Balbuena (l-r), Joel Saracho, Angel Aquino, Piolo Pascual, Cherie Gil, Regisseur Lav Diaz, John Lloyd Cruz, Alessandra De Rossi, Paul Soriano, Susan Africa, Hazel Orencio und Bernardo Bernardo (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Hele Sa Hiwagang Hapis" - Überlang, überfordernd, überragend

Ein paar Fakten über "Hele Sa Hiwagang Hapis" von Lav Diaz: Acht Stunden. Schwarz-Weiß. Über den philippinischen Aufstand gegen die spanische Kolonialmacht. Das klingt nicht nur nach einer Zumutung, sondern es ist auch eine – und zugleich das große, alles überstrahlende Meisterwerk, das dem Wettbewerb bislang gefehlt hat. Von Fabian Wallmeier

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Portrait des Kameramann Michael Ballhaus. (Quelle: imago | stock&people)

Interview | Goldener Ehrenbär der Berlinale für Ballhaus - "Michael Ballhaus ist einer der ganz wenigen wahnsinnig Guten"

Der Kameramann Michael Ballhaus hat am Donnerstag den Goldenen Ehrenbären der Berlinale bekommen. Michael Bertl von der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) erklärt im Interview, was dessen Filme so besonders macht und warum es nicht reicht, wenn seine Studenten Ballhaus' berühmte 360-Grad-Kamerafahrt nur technisch beherrschen.

Anna Hartmann (rechts) hat eine sogenannte Flüchtlingspatenschaft für Kheir Allah Sweid (links) übernommen. Am 14.02.2016 sahen sich die beiden den Film "Fuocoammare" auf der 66. Berlinale an. (Quelle: ©Nadine Wojcik)

Willkommenskultur der Berlinale - Die eigene Fluchtroute auf der Leinwand sehen

Die Berlinale versteht sich als politisches Filmfestival. Deshalb zeigt das Fest des internationalen Kinos in diesem Jahr nicht nur Filme über Flüchtlinge, sondern bezieht auch eindeutig Stellung. Zur Willkommenskultur gehören neben einem Spendenaufruf die explizite Einladung an Flüchtlinge zum Filmeschauen. Von Anke Burmeister

(v.l.) Produzentin Sisse Graum Jorgensen, die Schauspieler Fares Fares, Martha Sofie Wallstrom, Trine Dyrholm, Helene Reingaard Neumann, Regisseur Thomas Vinterberg, die Schauspieler Julie Agnete Vang, Anne Gry Henningsen, Ulrich Thomsen und Magnus Millang auf der Premiere von "The Commune" auf den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin. (Quelle: AP/rbb/Mitya)

Tag 6 der Berlinale - Kommune gegen Langeweile und ein gefährlicher Computervirus

Die Wettbewerbsfilme am Mittwoch haben sich eher konfliktreichen Themen gewidmet: Während der dänische Regisseur Thomas Vinterberg vom turbulenten Zusammenleben in einer Kommune erzählt, befasst sich Dokumentarfilmer Alex Gibney mit einem unkontrollierbaren Computervirus, der ganze Staaten lähmen kann. Und auch Michael Moores neuer Film "Where to Invade Next" kommt nicht ohne Konflikte aus.

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 17.02.2016, Fototermin «Kollektivet» («The Commune»): Schauspieler Ulrich Thomsen (l-r) und Trine Dyrholm, Regisseur Thomas Vinterberg und Schauspielerin Helene Reingaard Neumann (Quelle: dpa)

Filmkritik |"Kollektivet" - Der Drang zu neuen Lebensformen

Der Däne Thomas Vinterberg ist in einer Kommune aufgewachsen - und hat nun einen Film über eine Kommune gemacht. Was er mit dem Thema eigentlich anfangen will, bleibt in "Kollektivet" allerdings leider unklar. Der Film ist eine halbwegs stimmungsvolle, aber eigenartig konturlose Annäherung an ein Lebensmodell der 1970er Jahre. Von Fabian Wallmeier

Szene des Kinofilms «Where to invade next» (undatierte Filmszene): Der US-amerikanischen Filmregisseur Michael Moore (Quelle: Falcom Media/dpa)

Filmkritik | Michael Moores "Where to Invade Next" - Wer hat's erfunden? Die Amerikaner!

Was kann Amerika von anderen Ländern lernen? Eine ganze Menge, findet Michael Moore. In "Where to Invade Next", der jetzt im "Berlinale Special" zu sehen ist, grast er die Welt nach Ideen ab. Das ist größtenteils sehr witzig – und hat mit einem ernsthaften Dokumentarfilm so gut wie nichts zu tun. Von Fabian Wallmeier

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 17.02.2016, Fototermin "Des nouvelles de la planete Mars" ("News from planet Mars"): Regisseur Dominik Moll (l-r) und die Schauspieler Vincent Macaigne und Francois Damiens (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Des Nouvelles de la Planète Mars" - Der ganz normale Wahnsinn

Was tun, wenn die Welt um einen herum völlig aus der Bahn gerät? Diese Frage stellt sich auch die Hauptfigur Philippe in Dominik Molls "Des nouvelles de la planète Mars". Der Film ist als Alltagssatire angelegt, doch es fehlt ihm an Mut zur Provokation und Schärfe, um wirklich zu überzeugen. Von Ula Brunner 

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 17.02.2016, Fototermin «Zero days»: Regisseur Alex Gibney (Quelle: dpa)

Filmkritik |"Zero Days" - Im Wurmloch

Als vor einigen Jahren der Computervirus "Stuxnet" entdeckt wurde, standen Computerexperten weltweit vor einem Rätsel: Das Virus verbreitete sich mit rasanter Geschwindigkeit, hatte aber offenbar nur bestimmte Rechner im Iran im Visier. Handelte es sich um einen gezielten Cyberangriff auf das iranische Atomprogramm? Der Dokumentarfilm "Zero Days" sucht nach Antworten, bleibt dabei aber nebulös. Von Andreas Kötzing

Video: Berlinale Studio | 17.02.2016 | Margarete Kreuzer - Retrospektive blickt 50 Jahre zurück

Die Berlinale beschäftigt sich in der Retrospektive mit dem Filmjahr 1966. In Westdeutschland ist es das Jahr der Abkehr vom Kino der Großeltern und des Aufbruchs in den neuen deutschen Film. Eine ähnliche Bewegung in der DDR dagegen wurde aufgerieben, denn die Spielleiter im Osten müssen sich mit Verboten und Zensur herumschlagen.

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 16.02.2016, Premiere "Genius": Die Schauspieler Colin Firth (l-r), Laura Linney und Jude Law. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Gregor Fischer/dpa/rbb-online/Mitya))

Tag 5 der Berlinale - Britische Charmeoffensive im Wettbewerb

Halbzeit im Berlinale-Marathon: Der fünfte Tag der Filmfestspiele wurde von amerikanischen Wettbewerbsbeiträgen dominiert. Für Glamour sorgten mit Jude Law und Colin Firth allerdings zwei Briten. Sie haben am Abend ihren Film "Genius" vorgestellt, bevor Regisseur Spike Lee mit seiner "Chi-Raq"-Crew über den roten Berlinale-Teppich laufen durfte.

Colin Firth, Jude Law und Guy Pearce beim "Genius"-Fotocall beim 66. Berlin International Film Festival (Quelle: imago/Future Image)

Filmkritik |"Genius" - Unter Männern

Wer ist das Genie? Der Autor, der einen famosen Text verfasst, oder der Lektor, der aus dem Rohdiamanten den fertigen Roman schleift? "Genius" entführt uns in die New Yorker Schriftstellerwelt der 1920er Jahre und erzählt mit großer schauspielerischer Kunst über eine Männerfreundschaft. Von Andreas Kötzing

Fototermin für den Wettbewerbsfilm "Soy Nero". Von links nach rechts: Regisseur Rafi Pitts, Militärberater Daniel Torres und Schauspieler Johnny Ortiz (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Soy Nero" - Gescheiterte Träume

Mit "Soy Nero" ist dem Exil-Iraner Rafi Pitts ein kleines Kunststück gelungen. Es dreht sich um einen Mexikaner, der sich für die US-Armee verpflichtet, um eine Aufenthaltsgenehmigung für Amerika zu bekommen. In dem Stück stecken gleich zwei Filme. Leider kann keiner davon so recht überzeugen. Von Patrick Wellinski

Spike Lee beim "Chi-Raq"-Fotocall beim 66. Berlin International Film Festival (Quelle: imago/Future Image)

Filmkritik |"Chi-Raq" - No peace, no pussy

Spike Lee trifft Aristophanes - der US-amerikanische Regisseur verlegt den Kriegsschauplatz der antiken Komödie "Lysistrata" ins heutige Chicago. Entstanden ist ein sinnlicher, frecher Stilmix aus Agitationsfilm und Hiphop-Musical. Von Ula Brunner

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 15.02.2016, Premiere «Jeder stirbt für sich allein» («Alone in Berlin»): Emma Thompson. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Gregor Fischer/dpa; Grafik: rbb/Mitya)

Tag 4 der Berlinale - "Emma, Emma, Emma!"

Die britischen Schauspielerin Emma Thompson ist auf der Berlinale und die Fans stehen Kopf: Mit frenetischen "Emma"-Rufen ist die Britin am Montagabend vor dem Berlinale-Palast empfangen worden. Hier feierte der Wettbewerbsfilm "Alone in Berlin" von Vincent Perez Premiere. Zuvor wurde den europäischen Shooting Stars die Bühne überlassen.

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 15.02.2016, Fototermin «Chang Jiang Tu». (L-r) Die Schauspieler Tan Kai, Wu Lipeng, Xin Zhi Lei, Regisseur Yang Chao, Schauspieler Qin Hao, Produzent Wang Yu. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Ralf Hirschberger/dpa)

Filmkritik |"Chang Jiang Tu/ Crosscurrent" - Alles fließt

Überraschung zur Halbzeit der Berlinale: Der chinesische Regisseur Yang Chao schenkt dem Wettbewerb mit "Chang Jiang Tu" einen großen Höhepunkt. Ein metaphysischer, rätselhafter Film über eine Schifffahrt auf dem Jangtse, bei dem die Ebenen auf das Schönste ineinanderfließen. Von Fabian Wallmeier

US-Schauspieler Bob Odenkirk kommt am 10.02.2015 in Berlin während der 65. Internationalen Filmfestspiele zur Premiere von «Better Call Saul» (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

Kommentar | Serien auf der Berlinale - Better watch Netflix

Keine Frage: "Better Call Saul", das Spin-off des Serien-Meilensteins "Breaking Bad", gehört zu den spannendsten derzeitigen Fernsehformaten. Die erste Folge der zweiten Staffel kann man sich nun auf der Berlinale anschauen. Der Rest ist Netflix. Warum das Serienkonzept der Berlinale so fragwürdig ist. Von Fabian Wallmeier

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Alle Bildergalerien im Rückblick

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  • Siebter Tag der Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 18.02.2016, A Lullaby to the Sorrowful Mystery (Hele Sa Hiwagang Hapis): Bianca Balbuena macht ein Selfie mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick. Der acht Stunden lange Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

    - Kleine Selfie-Einlage vorm Kino-Marathon

    Am siebten Tag der Berlinale wird nur ein Wettbewerbsfilm gezeigt: "Hele Sa Hiwagang Hapis" dauert acht Stunden. Internationale Stars wie Tom Hiddleston und Don Cheadle stellen derweil ihre neuen Projekte vor. Der wichtigste Mann des Tages ist Michael Ballhaus. Er wird mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet.

  • Kuriositäten auf der 66. Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 11.02.2016, Eröffnungsgala und Filmpremiere «Hail, Caesar!»: Rosa von Praunheim (r) und Freund Oliver Sechting. Der Film läuft auf der Berlinale außer Konkurrenz (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

    - Nackte Tatsachen und ein rosa Teddy

    Ein Film mit Mittagspause, der Po eines Jurors und die alljährlichen Modeausreißer. Es gibt Momente auf der 66. Berlinale, die für Stirnrunzeln und Schmunzeln sorgen. Ganz ohne Klamauk schaffte es der Künstler Ai WeiWei mit einer Installation das Publikum in Staunen zu versetzen.

  • Sechster Tag der Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 17.02.2016, Jury-Empfang im Roten Rathaus: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) empfängt Jury-Präsidentin Meryl Streep und überreicht einen Porzellan-Bären. Die Berlinale findet vom 11. · 21.02.2016 statt. (Quelle: dpa)

    - Ein weißer Bär für die Jury

    Ein nervenaufreibender Tag: In "The Commune" streitet sich eine Patchworkfamilie, in "Goat" schlagen sich amerikanische Collegestudenten die Köpfe ein und in "San fun tian" wird einer jungen Mutter das Kind gestohlen. Lediglich in der Realität geht es am sechsten Tag der Berlinale freundlich zu, denn Bürgermeister Michael Müller empfängt die Berlinale-Jury.

  • Ein Ehrenbär für Kameramann Michael Ballhaus 

    Schauspielerin Bettina Zimmermann (li.) und Kameramann Michael Ballhaus beim Dreh (Quelle: imago/Karlheinz Egginger)

    - Der fabelhafte Berliner Ballhaus

    Vom Kameraassistenten beim SWR hin zum ersten Kameramann von Regisseurgrößen wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola & Co. - Michael Ballhaus hat eine fulminante Karriere hingelegt. Kollegen bewundern seine Leidenschaft und Bodenständigkeit, die sich auch in seiner Liebe zu seiner Geburtsstadt Berlin zeigt.

  • Berlinale-Blitzlichtgewitter 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 11.02.2016, Eröffnungsgala und Filmpremiere «Hail, Caesar!»: George und Amal Clooney (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

    - Diese Stars waren schon da

    Zur Zeit der Berlinale glänzt Berlin noch ein bisschen mehr. Denn unzählige Stars und Sternchen kommen zu Besuch und präsentieren sich auf den roten Teppichen und beliebten Partys der Stadt. Diese Stars waren schon da...

  • Fünfter Tag der Berlinale 

    Jude Law auf dem roten Teppich zur 66. Berlinale (Quelle: imago/Xinhua)

    - Peace, Love & Peace

    Kreischalarm auf dem roten Teppich: Fans jedes Alters begrüßen am Dienstag Colin Firth und Jude Law. Die beiden Briten mussten für ihren Film "Genius" einen amerikanischen Akzent aufsetzen. Mit "Chi-Raq" und "Soy Nero" laufen an diesem Tag eher kriegerische Filme. Grund genug für die Stars ein Zeichen für "Peace" zu setzen.

  • Vierter Tag der Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 15.02.2016, Fototermin «Maggie`s Plan»: Die Schauspielerinnen Julianne Moore (l) und Greta Gerwig. Der Film läuft auf der Berlinale in der Sektion Panorama Special (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

    - Heiße Sohlen und lange Beine

    Daniel Brühl, Emma Thompson, Julianne Moore: Der vierte Berlinale-Tag lässt die Herzen der Filmfans wieder höher schlagen. Und die Stars erfüllen die Erwartungen: von tanzen bis hin zu kurzen Kleidchen.

  • Dritter Tag der Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 14.02.2016, Premiere "A Quiet Passion": Cynthia Nixon. Der Film läuft auf der Berlinale als Berlinale Special (Quelle: Gregor Fischer/dpa)

    - Blumen, Küsschen und ein Hausmeister

    Der Berlinale-Sonntag stand für das deutsche Publikum ganz unter dem Zeichen von "24 Wochen" mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel. Blümchen gab's auch, und einen Hausmeister der etwas anderen Art.

  • Zweiter Tag der Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 13.02.2016. Roter Teppich. L'Avenir (Things to come): Lena-Meyer Landrut und Dieter Kosslick. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Gregor Fischer/dpa)

    - Tag der Zärtlichkeit

    Kuscheln, Knutschen, Tätscheln: Der zweite Berlinale-Tag ist sehr gefühlig gestartet. Und das bereits einen Tag vor dem "Tag der Liebenden". Dabei sind die Themen der Wettbewerbsfilme an diesem Tag alles andere als kuschelig.

  • Ersten drei Bärenkandidaten gehen ins Rennen 

    66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 12.02.2016 "Midnight Special": Ankunft Kirsten Dunst. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

    - Auf die Bären, fertig, los!

    Das Bären-Rennen ist gestartet: Am Freitag sind die ersten drei Wettbewerbskandidaten im Berlinale Palast zu sehen gewesen. Und die Berlinale-Partys nehmen auch langsam Fahrt auf.

  • Startschuss für die 66. Berlinale 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 11.02.2016, Eröffnungsgala und Filmpremiere «Hail, Caesar!»: George Clooney und Fans (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

    - Stars im Selfie-Rausch

    Fototermin, Pressekonferenz, roter Teppich, Eröffnungsgala: Der erste Tag auf der 66. Berlinale war für George Clooney, Meryl Streep, Tilda Swinton & Co. ein kleiner Marathon. Die Stars nahmen es mit Humor.

Tag 3. 66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 14.02.2016 "24 Wochen": Schauspieler Julia Jentsch (l-r), Anne Zohra Berrached, Bjarne Mädel. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/rbb-online/Mitya))

Tag 3 der Berlinale - Applaus und Tränen für "24 Wochen"

Mit "24 Wochen" ist am Sonntagabend der einzige deutsche Beitrag im Berlinale-Wettbewerb vorgestellt worden. Der Film mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den Hauptrollen behandelt das Tabuthema Spätabtreibung eines behinderten Babys. Viele Kritiker zeigten sich begeistert und berührt.  

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 14.02.2016, Fototermin "Cartas da guerra" ("Letters from War"): die Schauspieler Ricardo Pereira (l-r), Margarida Vila-Nova, Miguel Nunes und Regisseur Ivo Ferreira. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Cartas da guerra" - Liebe in Zeiten des Krieges

Mit "Cartas da guerra" von Ivo M. Ferreira schickt die Berlinale einen verfilmten Briefroman in den Wettbewerb um den Goldenen Bären. Der portugiesische Film ist ein tiefgründig trauriger Blick auf ein Leben im Krieg und zugleich eine der zärtlichsten Liebesgeschichten dieser Berlinale. Von Patrick Wellinski

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 14.02.2016 "24 Wochen": Schauspieler Julia Jentsch (l-r), Anne Zohra Berrached, Bjarne Mädel. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Filmkritik | "24 Wochen" - Pädagogik statt Filmkunst

Der einzige deutsche Wettbewerbsbeitrag greift ein Tabuthema auf: die Spätabtreibung. Dass es nun mit so prominenten wie überzeugenden Darstellern öffentlich verhandelt wird, ist gut. Doch leider ist Anne Zohra Becharreds "24 Wochen" ein allzu schulmeisterlicher Erklärfilm geworden. Von Fabian Wallmeier

Schauspielerin Edith Scob, Regisseurin Mia Hansen-Love, Produzent Charles Gillibert und Schauspielerin Isabelle Huppert auf dem roten Teppich zum Film "L'avenir/ Things to Come" bei der Berlinale 2016 (Quelle: dpa/AP Photo/Markus Schreiber/rbb/Mitya)

Tag 2 der Berlinale - "Ich zeige nichts als die Wirklichkeit"

Das von Festival-Chef Kosslick ausgerufene Motto "Recht auf Glück" ist im Berlinale-Wettbewerb angekommen. So zeigt der Dokumentarfilm "Fuocammare" in teils drastischen Bildern das Schicksal von Flüchtlingen auf Lampedusa. Mit einem ganz anderen Schicksal plagt sich Filmdiva Isabelle Huppert im französischen Wettbewerbsbeitrag, der zu einem Bären-Favoriten avanciert ist.

66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 20.02.2016, Verleihung der Bären, Preisträger Goldener Bär für den Besten Film: Gianfranco Rosi (Buch und Regie "Fuocoammare") (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Fuocoammare" - Das Feuer auf dem Meer

Spendenaufrufe, Filmvorführungen für Flüchtlinge und "Recht auf Glück" als Motto – die Berlinale engagiert sich stark in der aktuellen Flüchtlings-Debatte. Doch wie spiegelt sich das in den Filmen wider? Der italienische Wettbewerbsbeitrag "Fuocoammare" bringt das Thema auf die Leinwand – drastisch und mit großer Empathie. Von Andreas Kötzing

Filmkritik |"Mahana" - Scher mir das Schaf vom Tod

Der neuseeländische Star-Regisseur Lee Tamahori erzählt in "Mahana" eine epische Familienfehde unter Maori-Farmern. Die ist hübsch anzuschauen und hat einen überzeugenden Hauptdarsteller, kommt aber in ihrer krachledernen Überdeutlichkeit oft einer Intelligenzbeleidung des Zuschauers nahe. Von Fabian Wallmeier

66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 13.02.2016. Roter Teppich. L'Avenir (Things to come): Mia Hansen-Løve. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

Filmkritik |"L'avenir" - Die bewegte Frau

"L'Avenir" erzählt philosophisch-leicht vom Umbruch im Leben einer Frau. Der französische Wettbewerbsbeitrag von Regisseurin Mia Hansen-Løve mit einer wunderbaren Isabelle Huppert in der Hauptrolle könnte damit einer der Favoriten auf den Goldenen Bären sein. Von Ula Brunner

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 12.02.2016, Premiere «Midnight Special»: Die Schauspieler Kirsten Dunst (l-r), Joel Edgerton, Michael Shannon, Jaeden Lieberher und Regisseur Jeff Nichols. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa/Mitya)

Tag 1 der Berlinale - Von der "Clooneynale" zurück zur Berlinale

Auch wenn George Clooney bislang alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, konzentrierten sich die Filmfestspiele am Freitag auf das Wesentliche - den Wettbewerb um die Bären. Neben dem ersten tunesischen Wettbewerbsfilm seit 20 Jahren und einem gelungenen Science-Fiction-Film war auch eine Horrorstory im Wettbewerb zu sehen. Und auch die ersten Preise wurden schon verliehen.

66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 12.02.2016, Fototermin "Boris sans Beatrice" ("Boris without Beatrice"): Laetitia Isambert-Denis (l) und Simone-Elise Girard. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

Filmkritik |"Boris sans Béatrice" - Das Gewissen fährt Mercedes

Um seine Frau zu retten, entdeckt Karrieremensch Boris sein Gewissen. Der neue Spielfilm des kanadischen Regisseurs Denis Côté ist eine Art moralisches Märchen. Die simple humanistische Botschaft des Films hinterlässt aber einige Fragezeichen im Kopf des Betrachters. Von Ula Brunner

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66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 12.02.2016, Premiere «Midnight Special»: Die Schauspielerin Kirsten Dunst. Der Film läuft auf der Berlinale im Wettbewerb. (Quelle: dpa)

Filmkritik | "Midnight Special" - Alton nach Hause telefonieren!

Eine Handlung, die hanebüchen klingt wie nur wenige - und zugleich großes emotionales Kino: Jeff Nichols schickt mit "Midnight Special" einen Science-Fiction-Thriller um einen übernatürlich begabten Achtjährigen auf der Flucht in den Wettbewerb. Es ist der beste Film des Amerikaners und zugleich eine schöne Verbeugung vor großen Vorbildern. Von Fabian Wallmeier

Schauspieler Majd Mastoura gewinnt am 20.02.2016 den Silbernen Bären für den Besten Schauspieler auf den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin. (Quelle: AP)

Filmkritik | "Hedi" - Die Ruhe vor dem Sturm

Erstmals seit zwanzig Jahren läuft wieder ein tunesischer Film im Wettbewerb. In "Hedi" erzählt Regisseur Mohamed Ben Attia von der Suche eines jungen Mannes nach sich selbst - und spiegelt darin die Befindlichkeit einer ganzen Generation. Die filmische Emanzipationsbotschaft hat dramaturgisch zwar noch Luft nach oben, ist aber ein recht gelungener Festivalauftakt. Von Ula Brunner

66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 11.02.2016, Eröffnungsgala und Filmpremiere «Hail, Caesar!»: Lars Eidinger (l-r), Brigitte Lacombe, Meryl Streep, Dieter Kosslick, Alba Rohrwacher, Malgorzata Szumowska, Nick James und Clive Owen (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Gala und Eröffnungsfilm im Berlinale Palast - Berlinale mit "Hail, Caesar!" eröffnet

Mit einer gewohnt gewitzten Gala und allerlei Filmprominenz ist am Donnerstag die 66. Berlinale eröffnet worden. Besonders Jury-Präsidentin Meryl Streep und Filmstar George Clooney wurden auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast von den Berliner Fans gefeiert. Dort feierte "Hail, Caesar!" von den Coen-Brüdern als Eröffnungsfilm seine internationale Premiere.

George Clooney mit Ehefrau Amal am 11.02.2016 bei der Berlinale auf dem roten Teppich (Quelle: dpa/AP Photo/Axel Schmidt)

Filmkritik | "Hail, Caesar!" - Plotbefreit und Spaß dabei

Der neueste Film von Joel und Ethan Coen lässt seinen im Hollywood der 1950er Jahre angesiedelten Plot irgendwann links liegen und setzt stattdessen auf eine liebevoll choreographierte Nummernrevue. Als Wohlfühl-Eröffnungsfilm, der mit Stars von Clooney bis Swinton gespickt ist, funktioniert "Hail, Caesar!" prächtig - mehr aber auch nicht. Von Fabian Wallmeier

Filmausschnitt von "Inside Llewin Davis" der Coen-Brüder mit den Schauspielern Oscar Isaac (l.) und Justin Timberlake (r.) (Quelle: imago/ZUMA Press)

Die Höhen und Tiefen der Regie-Brüder - Guter Coen, schlechter Coen

Einen Coen-Film erkennt man meist sofort, an der speziellen Mischung von Film noir und Groteske, die das Brüderpaar seit mehr als 30 Jahren pflegt. Das wird wohl auch bei "Hail, Caesar!" nicht anders sein, der die Berlinale eröffnet. Doch machen die Coens eigentlich noch gute Filme? Licht und Schatten liegen dicht beeinander, findet Fabian Wallmeier.

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  • Kommentar | Berlinale-Bilanz 

    Moderatorin Anke Engelke (li.) spricht am 21.02.2016 mit den Mitgliedern der Berlinale-Jury (Quelle: dpa)

    - Besser kann es keine Jury machen

    Die Berlinale hatte in diesem Jahr wieder großartige Filme im Angebot. Die Jury war - mit Meryl Streep als deren Präsidentin - hochkarätig und charismatisch besetzt.  Doch ein Schwachpunkt war der Wettbewerb. Daraus treffsichere Entscheidungen zu treffen, verdient auch eine Auszeichnung meint Reiner Veit.

  • Interview | Lea van Acken spielt Anne Frank 

    Die Schauspielerin Lea van Acken auf dem NRW-Empfang 2016 anlässlich der Berlinale 2016 (Quelle: imago/Future Image)

    - "Mir ist klar geworden, wie wichtig Zivilcourage ist"

    Mit 14 war sie das Gesicht von Dietrich Brüggemanns "Kreuzweg" und landete 2014 mit ihrem damals ersten Film gleich im Berlinale-Wettbewerb. Dieses Jahr ist sie in Hans Steinbichlers Verfilmung von "Das Tagebuch der Anne Frank" zu sehen. Der Film hat auf der Berlinale Weltpremiere und die junge Frau auch persönlich aufgerüttelt.

  • Video: Berlinale Studio | 16.02.2016 | Katharina Wenzel 

    Regisseur Spike Lee bei der Pressekonferenz zu "Chi-Raq" (Quelle: dpa / Ralf Hirschberger)

    - Filmemacher Spike Lee präsentiert "Chi-Raq"

    Der schwarze Filmemacher Spike Lee hat jüngst verkündet, die diesjährigen Oscars boykottieren zu wollen, weil keine Menschen mit dunkler Hautfarbe nominiert sind. Seinen neuen Film, der bei den Oscars ignoriert, von der Filmkritik in den USA hingegen gefeiert wurde, stellt Spike Lee derweil lieber in Berlin vor.

  • Video: Berlinale Studio | 16.02.2016 |  

    Die Schauspieler Colin Firth und Jude Law in "Genius" (Quelle: Berlinale | Marc Brenner © Pinewood Films)

    - "Genius": Große Starbesetzung, aber kein großes Kino

    Mal wieder steht Literatur im Mittelpunkt eines Berlinale-Films: In "Genius" geht es um die Entstehungsgeschichte des Romans "Schau heimwärts, Engel!" von Thomas Wolfe, gespielt von Hollywoodstar Jude Law. Sein Gegenpart ist Colin Firth in der Rolle des des trockenen Verlegers.  

  • Video: Berlinale Studio | 15.02.2016 | Bettina Lehnert 

    Die Schauspielerin Emma Thompson und Berlinale-Chef Dieter Kosslick am 15.02.2016 (Quelle: dpa)

    - Stars auf Tuchfühlung

    Das erste Berlinale-Wochenende liegt hinter uns und schon jede Menge Starbesuche liegen hinter uns. Das Festival scheint ihnen viel Spaß zu machen, auch wenn sie zum Teil merkwürdige Fragen beantworten müssen.

  • Interview | Jella Haase ist Berlinale "Shooting Star" 

    66. Internationale Filmfestspiele Berlin, 15.02.2016, European Shooting Stars 2016: Jella Haase (Deutschland). Die Berlinale findet vom 11. · 21.02.2016 statt (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

    - "Vor Chantal hatte ich richtig Bammel"

    Ein Mädchen in der Psychiatrie, eine Prostituierte, die Prolltussi "Chantal" in "Fack ju Göhte": Die Berlinerin Jella Haase ist der deutsche "Shooting Stars" auf der Berlinale. Im Interview spricht sie darüber, wo sie die Grenze zwischen privat und öffentlich zieht.

  • Interview | Ausstellung zur Retrospektive "Deutschland 1966" 

    Ausstellungsansicht: Das Forum Deutsche Fernsehgrößen stellt ausgewählte Fernsehschaffende (Regisseure, Schauspieler, Produzenten) mit Kurzbiografien und ausgewählten Filmen vor. (Quelle: Deutsche Kinemathek)

    - "Das Fernsehen war 1966 wie Youtube heute"

    Die Retrospektive der Berlinale widmet sich einem Schicksalsjahr des deutschen Films: 1966 herrschte Aufbruchstimmung - in Ost und West, doch mit ganz unterschiedlichen Folgen. Anlässlich dessen wirft die Deutsche Kinemathek in einer kleinen Sonderausstellung auch einen Blick auf das Fernsehen in Ost und West. Kuratorin Klaudia Wick über das damals neue Massenmedium, über Straßenfeger und Experimente.

  • Interview | Regisseurin Aline Fischer über das Thema Flucht 

    - Wenn das Ankommen voller Hürden ist

    "Das Recht auf Glück" hat Dieter-Kosslick als diesjähriges Motto der Berlinale ausgerufen und damit das Thema der Flucht aufgegriffen. Regisseurin Aline Fischer eröffnet nun mit ihrem Film "Meteorstraße" die Sektion "Perspektive Deutsches Kino". Die Hauptfiguren sind zwei aus dem Libanon geflüchtete Brüder.

  • Berlinale Studio | 12.02.2016 | Petra Dorrmann 

    Mohammed (Hussein Eliraqui) sieht sich im Spiegel an (Quelle: credo: film GmbH)

    - Perspektive Deutsches Kino eröffnet mit 'Meteorstraße'

    Die Perspektive Deutsches Kino hat in diesem Jahr mit der rbb-Koproduktion "Meteorstraße" eröffnet. In dem semi-dokumentarischen Film von Regisseurin Aline Fischer sucht der 18-jährige Mohammed, dessen Eltern Deutschland verlassen mussten, nach Orientierung in einer unberechenbaren Welt. 

  • Die Skandale aus sechs Jahrzehnten 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 12.02.2016, Party "Bunte und BMW Festival Night" in der Spanischen Botschaft: Lars Eidinger legt als DJ auf, steigt auf das Mischpult und zeigt seinen nackten Po. Die Berlinale findet vom 11. bis 21.02.2016 statt (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

    - Berlinackte, die Drohung eines Diktators und Randale

    Wo Filmstars sind, gibt es auch Skandale. In mehr als sechzig Jahren haben die glamourösen Berlinale-Gäste aus aller Welt für reichlich Tratsch in der Hauptstadt gesorgt. Von den Drohungen eines Diktators über die Randale-Party bis hin zum geplatzten Kleid - über Stars und ihre menschlichen Seiten.

  • Video: Berlinale Studio | 12.02.2016 | Bettina Lehnert 

    Produzent Kinobetreiber und Filmverleiher Ben Barenholtz zur Verleihung der Berlinale Kamera, Quelle: Imago/K.M.Krause

    - Berlinale Kamera für Ben Barenholtz

    Er hat für die Regiebrüder Joel und Ethan Coen preisgekrönte Filme wie "Arizona Junior" und "Miller's Crossing" produziert. Der 80-Jährige Filmproduzent, Kinobetreiber und Filmverleiher Ben Barenholtz ist eine Schlüsselfigur im US-Independentkino. Am Freitag wurde er mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet.

  • Video: Berlinale Studio | 12.02.2016 | Interview mit Doris Dörrie 

    Doris Dörrie, Foto: imago/Horst Galuschka

    - "Wie ein permanenter Stromausfall im Gehirn"

    Die Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie wurde vor allem mit ihren Büchern berühmt. Doch auch ihre Filmografie ist über die Jahrzehnte angewachsen. Auf der Berlinale präsentiert sie "Grüße aus Fukushima". Im Interview mit Bettina Rust spricht sie über ihren vierten Film, den sie in Japan gedreht hat, und was sie an dem Land so fasziniert.

  • Video: Berlinale Studio | 12.02.2016 | Julia Riedhammer 

    66. Internationale Filmfestspiele in Berlin, 11.02.2016, Eröffnungsgala und Filmpremiere «Hail, Caesar!»: Tilda Swinton (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

    - Tilda Swinton über David Bowie

    Manche sagen Tilda Swinton sei die Doppelgängerin von David Bowie. Auf alle Fälle ist sie nicht nur Fan seiner Kunst, sondern hat mit dem kürzlich verstorbenen Bowie für sein Musikvideo zu "The Stars (Are Out Tonight)" zusammengearbeitet und war eng mit ihm befreundet. Doch bei aller Verbundenheit: Wird Tilda Swinton bald Bowie in einem Biopic verkörpern?

  • Teddy-Award-Erfinder Wieland Speck im Gespräch 

    Wieland Speck ist seit 1992 Leiter der Sektion Panorama der Berlinale und der Erfinder des Teddy-Awards (Quelle: dpa)

    - "Glamourös sind wir ja von Haus aus"

    Er gilt als der bedeutendste queere Filmpreis weltweit: Der Teddy Award feiert 30-jähriges Jubiläum. Erste Preisträger auf der Berlinale 1987 waren die späteren Weltstars Pedro Almodóvar und Gus van Sant. Erfunden hat den Preis "Panorama"-Leiter Wieland Speck, der dem Teddy - weil die Welt "kacke ist" - noch ein langes Leben prophezeit.

  • rbb-Filmexperte Knut Elstermann blickt auf die Berlinale 2016 

    - Filme mit einem sicheren Gespür für die Probleme der Welt

    Die Berlinale ist traditionell ein sehr politisches Filmfestival, dessen Beiträge oft aktuelle politische Entwicklungen ansprechen. Trotzdem ist es erstaunlich, wie viele Filme in diesem Jahr den Nerv der Zeit in dieser stark verunsicherten Welt treffen. Ein filmischer Ausblick auf das Berlinale-Programm von Knut Elstermann.

  • Zweites Brandenburger Kino im Festivalprogramm 

    Eintrittkartenausgabe am Kino in Kleinmachnow (Quelle: rbb)

    - Zur Berlinale nach Kleinmachnow

    Die Berlinale gehört nach Berlin, aber nicht nur dorthin. Nach dem Thalia in Potsdam sind die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow das zweite Brandenburger Kino, in dem auch die Wettbewerbsfilme des Filmfestivals laufen. Das Programmkino ist dieses Jahr zum ersten Mal dabei. Von Stephanie Teistler

  • Berlinale stellt die letzten Beiträge vor 

    - Nur ein deutscher Film im Wettbewerb

    Der Wettbewerb der Berlinale ist komplett: Mit dem Film "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached hat es nur ein deutscher Film in das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären geschafft. In der Auswahl sind aber weitere deutsche Koproduktionen vertreten. Filme mit Star-Aufgebot laufen vor allem außer Konkurrenz.

  • Filmfestspiele stellen weitere Beiträge vor 

    - Iraner Mani Haghighi startet in den Wettbewerb der Berlinale

    So langsam füllt sich der Wettbewerb der diesjährigen Berlinale: Die Filmfestspiele haben neun weitere Filme vorgestellt. Darunter sind die neuen Filme des Iraners Mani Haghighi, des Bosniers Danis Tanović und des Dänen Thomas Vinterberg. Auch der Regisseur eines der längsten Werke der Filmgeschichte ist im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären.

  • Die deutsche Filmbranche vor der Berlinale 

    Haupteingang Studio Babelsberg in Potsdam (Quelle: imago/Martin Müller)

    - Hollywoods Kreativschmiede in Babelsberg

    Die Kulturstaatsministerin, der Produzent von "Good Bye, Lenin!", erst recht der Chef der Studios Babelsberg: Alle loben den deutschen Film, seine Emanzipation von Hollywood, streichen gleichzeitig seine Bedeutung für die US-Produktionen heraus. Doch was wäre die Filmbranche ohne Drama? Es droht ein Wirtschaftskrieg gegen die Konkurrenz.

  • Die Jurypräsidentin der Berlinale 

    Meryl Streep vor dem Start der Berlinale 2016 (Quelle: dpa)

    - Zwölf Dinge, die Sie noch nicht über Meryl Streep wussten

    Dass Meryl Streep in diesem Jahr den Vorsitz der Berlinale-Jury übernimmt, ist den Berlinern zu verdanken: Vor zwei Jahren hat sie hier den Goldenen Ehrenbären bekommen - und wurde so fulminant empfangen, dass sie wiederkommen wollte. Keine andere Schauspielerin wurde für so viele Oscars nominiert wie sie. Das ist allseits bekannt - aber selbst Meryl Streep hat ein paar menschliche Schwächen.  

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