Er ist Chinas derzeit bekanntester Künstler - Ai Weiwei. Trotz der großen Unterstützung, die er erhält, darf er seine Heimat nicht verlassen.
Seine Berliner Ausstellung "Ai Weiwei - Evidence", die ab sofort im Martin-Gropius-Bau zu sehen ist, entwarf der Künstler in seinem Studio am Stadtrand von Peking.
In Abwesenheit Ai Weiweis wurde seine Ausstellung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) eröffnet.
Mit seiner Kunst will der gebürtige Chinese demokratische Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit verweisen. Die Installation im Foto besteht aus beschlagnahmten Computern, Handys und Akten Ai Weiweis.
Seit Juni 2011 stand der Künstler zeitweise wegen systemkritischer Aktionen unter Hausarrest, sein Atelier in Shanghai wurde zerstört.
Ein Teil davon ist in der Ausstellung zu sehen - wie beispielsweise in der Installation "Souvenir from Shanghai".
"Stools" vereint über 6.000 in nordchinesischen Dörfern gesammelte Holzschemel aus der Ming- und der Qing-Dynastie sowie aus der Zeit der Republik China.
Auch hinter dieser Marmor-Skulptur verbirgt sich Kritik am chinesischem Regime. Der Streit um die hier dargestellten Diaoyu-Inseln war der Auslöser für einen erbitterten, noch nicht beigelegten Territorialstreit zwischen China und Japan.
Ein Besucher fotografiert im Martin-Gropius-Bau die Installation "Bicycles and Aluminium".
Der gebogenen Sarg des Konzeptkünstlers Ai Weiwei.
Die Installation "Circle of Animals".
Ein Fotograf stellt "Perspektivstudien" nach.
Zwischen Konsum und Tradition: Ai Weiwei überzog insgesamt acht antike chinesische Vasen mit Autolack.
Ai Weiwei zeichnend beim Alten Sommerpalast (Yuan Ming Yuan) in Beijing im Jahr 1977. Seit seiner Verhaftung ist der Künstler auch außerhalb der Fachwelt bekannt.
In einem offenen Brief hatten über 100 Künstler und Kulturschaffende Reisefreiheit für Ai Weiwei gefordert. Der an Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier adressierte Aufruf erschien am 28. März 2014 in mehreren überregionalen Tageszeitungen.
Die Ausstellung "Ai Weiwei - Evidence" wird bis zum 7. Juli im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt. Zum Thema | Weitere Bildergalerien
Der bekannteste chinesische Künstler darf in China selbst nicht ausstellen. Doch in Berlin wird Ai Weiwei mit seiner weltweit größten Einzel-Werkschau gefeiert: Der Martin-Gropius-Bau stellt dem regimekritischen Künstler insgesamt 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung: 18 Räume ...