Ein Modell des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, Foto: Milla & Partner/dpa

Baugenehmigung für das Einheitsdenkmal - Topp, die Wippe gilt

Jetzt kann es voran gehen in Mitte: Denn die ersehnte Baugenehmigung für das Einheitsdenkmal ist schon im Oktober 2015 erteilt worden. Wenn nun noch der Bund der Finanzierung zustimmt, könnte die gigantische Wippe auf dem Schlossplatz in den nächsten zwei Jahren Wirklichkeit werden.

Das Einheitsdenkmal in Berlin hat eine weitere Hürde genommen. Denn die Baugenehmigung für das Monument ist bereits im Oktober 2015 erteilt, sagte Petra Roland, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu rbb online. Der Berliner "Tagesspiegel" hatte zuerst berichtet. Bereits im Juli hatte man in der Senatsverwaltung für den Spätsommer des vergangenen Jahres mit der Genehmigung gerechnet

Zuvor musste immer wieder nachgebessert werden. Der Antrag auf Baugenehmigung war bereits Mitte Dezember 2014 bei der Obersten Bauaufsicht eingereicht worden. Doch jetzt geht es voran. Nur der Bund muss noch dem Finanzierungsplan zustimmen. Für den Bau des bereits seit Jahren geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmal sind zehn Millionen Euro veranschlagt. Das Denkmal auf dem Schlossplatz soll an die friedliche Revolution in der DDR im Herbst 1989 und an die deutsche Wiedervereinigung 1990 erinnern.

Diese Computergrafik zeigt den gemeinsamen Entwurf der Choreographin Sasha Waltz und der Stuttgarter Szenografen Milla & Partner für das in Berlin geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal. (Quelle: dpa/Milla&Partner)
So soll das Denkmal einmal aussehen

Eröffnung in etwa zwei Jahren

Einer der bisherigen Streitpunkte, die bislang dort lebenden Fledermäuse, seien erfolgreich umgesiedelt worden. Roland spricht von einer "Ausgleichsmaßnahme". Anderenorts seien, so Roland, neue Quartiere geschaffen worden, "die auch gut angenommen werden".

Der Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals geht auf einen Beschluss des Bundestags aus dem Jahr 2007 zurück. Die Bauzeit für das Monument wird mit etwa zwei Jahren kalkuliert. Ursprünglich war ein Einweihungstermin am 9. November 2014 geplant, dem 25. Jahrestag des Mauerfalls. Dann wurde auf eine Eröffnung im Jahr 2017 gesetzt. Jetzt ist wohl frühestens 2018 mit der begehbaren Schale zu rechnen.

Die Choreografin Sasha Waltz hatte die ersten Pläne für das Denkmal in Form einer begehbaren Schale entworfen. Umgesetzt werden soll nun der weiterentwickelte Entwurf der Architekten Johannes Milla und Sebastian Letz.

Immer wieder gab es Querelen

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Querelen um den Bau gegeben. Wegen notwendiger Restaurierungsarbeiten an Fliesenmosaiken aus wilhelminischer Zeit, Maßnahmen zum Schutz besagter Fledermäuse sowie Einwänden der Behindertenbeauftragten gegen eine zu steile Besucherrampe im ursprünglichen Entwurf verzögerten sich die Planungen erheblich. 

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Sasha Waltz (r.) und der Entwurf des Einheitsdenkmal (Fotos: dpa; Kombo: rbb-online)

Begehbare Schale auf dem Schlossplatz - Einheitsdenkmal soll bis 2017 stehen

Unzählige Debatten, ein misslungener Wettbewerb, Fledermäuse und Mosaike aus der Kaiserzeit haben ein Einheitsdenkmal in Berlin bisher verhindert. Auch in Leipzig wurde das Projekt auf Eis gelegt. Doch Kulturstaatssekretärin Grütters sagt jetzt: Bis 2017 soll die begehbare Schale auf dem Schlossplatz stehen.