Dachcafé Ι Roof Top Café, Visualisierung des Architekten Franco Stella mit FS HUF PG (Quelle: Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum)

Stiftungsrat beschließt Bau für fünf Millionen Euro - Berliner Stadtschloss bekommt was aufs Dach

Essen mit Blick auf den Lustgarten und das Brandenburger Tor: Auf dem Dach des Berliner Stadtschlosses wird ein Dachcafé gebaut, direkt neben der Kuppel - das hat der Stiftungsrat am Dienstag bekanntgegeben. Die Kosten für den Prestigebau steigen dadurch um fünf Millionen auf insgesamt 595 Millionen Euro.

Das rekonstruierte Berliner Stadtschloss soll ein Dachcafé bekommen. Der Stiftungsrat gab am Dienstag sein Einverständnis für Planung und Bau des Restaurants neben der Dachkuppel des geplanten Humboldtforums. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte Ende vergangenen Jahres überraschend fünf Millionen Euro für den Aufbau zugesagt, noch ehe es die offizielle Entscheidung gab.

Der Baustaatssekretär Florian Pronold (SPD) erklärte am als Vorsitzender des Stiftungsrats: "Von dort wird man eine grandiose Aussicht auf den Lustgarten und auf Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor genießen können." Außerdem sollten die Besucher ermuntert werden, nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch die anderen Etagen des Humboldtforums zu erkunden. Der Bau soll 2019 eröffnen.

Der Stiftungsrat entschied sich am Dienstag außerdem einstimmig für ein neues Führungstrio des nach bisheriger Planung 595 Millionen Euro teuren Projektes. Nachfolger des überraschend abgetretenen Baumanagers Manfred Rettig wird Hans-Dietrich Hegner aus dem Bundesbauministerium, Lavinia Frey übernimmt die neue Aufgabe des Kulturvorstands und der bisherige technische Vorstand Johannes Wien wird Vorstandssprecher. Rettig hatte im Januar aus Protest gegen mögliche Sonderwünsche und Mehrkosten überraschend seinen Rückzug angekündigt.

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