In der Kolonie Möllersfelde bekommt Familie Rach ihre Bauunterlagen. Die Neusiedler beginnen, sich die leere Parzelle zu eigen zu machen. Bei Krauses erwacht der Igel aus dem Winterschlaf.
Wenn es Frühling wird, muss eifrig gesät werden in den Kleingärten. Denn wer im Sommer bunte Beete haben oder im Herbst das Obst ernten will, der muss rechtzeitig die Grundlage schaffen.
Wer denkt, Laubenpieper würden vor allem gärtnern, der irrt. Denn ebenso wichtig wie die Handhabung von Spaten, Gießkanne und Harke sind die umfangreichen Bautätigkeiten auf der eigenen Parzelle.
Hochsaison bei den Laubenpiepern von Pankow. Überall wird gejätet, gesät und gewerkelt. Nur Mario und Manuela müssen warten: Ihre Abwassergrube muss abgepumpt werden und der Dienstleister hat den Termin vergessen.
Die Kleingartenordnung regelt das Leben des Laubenpiepers penibel: was auf den einzelnen Parzellen angebaut werden darf, wie hoch die Hecken sind und wann Lärm erlaubt ist. Die deutsch-äthiopische Familie Shiferaw hat das längst verinnerlicht.
Der Laubenpieper an sich ist ja einerseits ein Individuum. Andererseits jedoch ist er vor allem ein Vereinsmitglied mit bestimmten Pflichten. Besonders gefordert ist der Verein, wenn der Landeswettbewerb der Berliner Kleingärten bevorsteht.
Wer Parzelle an Parzelle lebt, der hat manchmal einen engeren Kontakt zu den Nachbarn, als ihm lieb ist. Doch meistens stehen die Kleingärtner füreinander ein und es entwickeln sich echte Freundschaften.
Wenn es Herbst wird, dann ist Erntezeit bei den "Laubenpiepern von Pankow". Die Kaffeepflanzen vom Opa aus Äthiopien sind bei Menilik zwar nicht angegangen, dafür aber sind die Zucchini prächtig gediehen.