Brian Ngopan aus Kamerun in Bad Belzig; Quelle: rbb/Marcus Winterbauer
Brian Ngopan aus Kamerun in Bad Belzig

Dokumentarfilm von Antje Kruska und Judith Keil - Land in Sicht

Abdul ist ein Scheich aus dem Jemen, Farid kommt aus dem Iran, Brian aus Kamerun - nun sind sie in Brandenburg gestrandet, als Flüchtlinge. Aufgebrochen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, finden sie sich wieder im abgelegenen Asylbewerberheim in Bad Belzig.

Es ist eine denkbar schlechte Ausgangslage für die Verwirklichung ihrer Träume. Ohne einen gesicherten Aufenthaltstitel bleibt ihnen die Teilnahme am Leben außerhalb der Heimtore größtenteils verschlossen, aber sie geben die Hoffnung nicht auf und fahnden trotzdem nach Wegen hinein in die deutsche Gesellschaft, der sie nun schon so nahe gekommen sind.

Auf der Suche nach Kontakten, Bildung, Beschäftigung, Freundschaft, Sinn und Liebe und nicht zuletzt dem ersehnten Bleiberecht begegnen sie täglich der deutschen Bevölkerung. Unweigerlich erzählen ihre Erfahrungen und ihre Wahrnehmung uns, wie und wo Integration in Deutschland funktioniert, aber auch, was schief geht.

Über einen Zeitraum von einem Jahr begleiten die Filmemacherinnern die Wege ihrer Protagonisten. Neben der Teilhabe an deren Erlebnissen und Entwicklungen, nimmt der Film auch immer neue Lebensumgebungen ins Visier und ermöglicht so einen erfrischenden Blick auf das fremde, eigene Land.

Stabangaben

Judith Keil und Antje Kruska - Regie

Autorinnen und Regisseurinnen von Spiel- und Dokumentarfilmen, u. a. "Der Glanz von Berlin" (Adolf-Grimme-Preis 2003), "Dancing with myself" (Discovery Channel Filmpreis) und "Wenn die Welt uns gehört" (arte Kamera 2009). In der feinfühligen Beobachtung liegt die besondere Stärke der Regisseurinnen.

Marcus Winterbauer - Kamera

Kameramann von Spiel- und Dokumentarfilmen, u. a. "Rhythm Is It“ (Deutscher Filmpreis 2005), "Full Metal Village" (Max Ophüls Preis 2007) und "Wenn die Welt uns gehört" (arte Kamera 2009).

Calle Overweg - Schnitt

Regisseur und Schnittmeister von Spiel- und Dokumentarfilmen, u.a. "Tumber Narr - Heiliger Tor", "Träume leben weiter" (2007) und "Heimatklänge" (2006).

Sonia Otto und Dietmar Ratsch - INDI FILM Berlin

Produzenten von Dokumentarfilmen, u. a. "Alarm am Hauptbahnhof" (Grimme-Preis 2012), "Neukölln Unlimited" (Gläserner Bär 2010), "Hochburg der Sünden" (Goldene Taube 2009).

"Land in Sicht" entstand als Koproduktion von INDI FILM Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und der FFA. Der Dokumentarfilm gehört zu den ersten Produktionen der Filminitiative LEUCHTSTOFF. Unter diesem Label fördern rbb und Medienboard seit 2012 gemeinsam Spiel- und Dokfilme aus und über Berlin-Brandenburg.