Christoph Letkowski (Quelle: HR/Felix Holland)

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Christoph Letkowski und Reiner Schöne geben Auskunft über ihre Lieblingsbösewichte.

3 Fragen an Christoph Letkowski

Welches ist Ihr Lieblingsmärchen – und warum?
"Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff. Wenn ich mich an die DEFA-Verfilmung von Paul Verhoeven erinnere, kriege ich immer noch Gänsehaut. Die Geschichte um den schmutzigen Peter Munk, der aus Habgier sein Herz gegen eines aus Stein eintauscht ist wie "Das blaue Licht" eine zeitlose Erzählung. In diesen Märchen geht es in einer schönen, aber auch gruseligen Erzählweise um die Habgier von uns Menschen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie aktuell und universell diese Geschichten sind und ich werde sie auch irgendwann meinen Kindern zeigen oder vorlesen.

Gut oder Böse? Welche ist ihre liebste Märchen-Hauptfigur? Und haben Sie auch einen Lieblings-Bösewicht?
"Gut" und "böse" sind wie ich finde, sehr relative Begriffe. Ich mochte als Kind immer "Das tapfere Schneiderlein", das auszog, sieben Riesen zu töten. Wenn ich heute als Schauspieler über meinen Kindheitshelden nachdenke und es spielen würde, könnte ich nicht sagen ob es ein durchweg "gutes" Schneiderlein ist. Ist es denn "gut", zu lügen und zu behaupten "Sieben auf einen Steich getötet zu haben"? Die Moralvorstellungen, die in Märchen existieren, haben sicherlich etwas "Gutes". Nur sollten wir, wenn wir sie erzählen, immer ihren Zusammenhang erkennen und darüber diskutieren können. Tendenziell mag ich mehr die "bösen" Figuren, da sie ja eigentlich mal "gut" waren. Ihnen ist nur wahnsinnig viel passiert, was aus ihnen gemacht hat, was sie jetzt sind. Das finde ich spannender und ehrlicher als so manches Klischee eines Helden.

Verraten Sie uns, welchen märchenhaften Augenblick Sie im wahren Leben schon mal erleben durften?
So manche Prinzessin, die ich kennen lernen durfte, erwies sich im wahren Leben als eine wahrhafte Königin (schmunzelt). Und ich bin mal aus acht Meter Höhe abgestürzt. Da war es allerdings wohl eher ein Engel, der mich beim Aufprall gerettet hat. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle.

Reiner Schöne (Quelle: hr/Felix Holland)

3 Fragen an Reiner Schöne

Welches ist Ihr Lieblingsmärchen – und warum?
Mein Lieblingsmächen ist "Zwerg Nase". Ich liebe alle Hauff’schen Märchen. Sie sind komplexer als die Grimm’schen Volksmärchen.

Gut oder Böse? Welche ist ihre liebste Märchen-Hauptfigur? Und haben Sie auch einen Lieblings-Bösewicht?
Ich mag am liebsten Sterntaler, weil sie so eine wunderschön traurige Figur ist. Der Holländer Michel in "Das kalte Herz" ist mein Lieblingsbösewicht.

Verraten Sie uns, welchen märchenhaften Augenblick Sie im wahren Leben schon mal erleben durften?
Ein wahrhaft märchehafter Aufgenblick war für mich die Geburt meiner Tochter.

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