
- Drei Fragen an ...
Bereits 1812 veröffentlichten die Brüder Grimm ihren ersten Märchenband. Warum sind ihre Märchen auch heute immer noch aktuell?
Aktuell sind sie vielleicht nicht, aber gegenwärtig. Denn so gut wie alle von uns sind mit diesen Märchen aufgewachsen - wie könnte man sie da vergessen. Zugleich klingen darin all die magischen Momente an, mit denen man als Kind die Welt in Gut und Schlecht aufteilt. So einfach ist das in den Märchen.
Welche Märchenfigur hat Sie als Kind besonders beeindruckt und warum?
Der Wolf, der das Rotkäppchen gefressen hat. Als Vierjähriger soll ich, sagt man mir, im Wiener Zoo Aufsehen erregt haben, als ich beim Anblick des Wolfs, dessen Gehege gleich hinter dem Eingang liegt, laut rumbrüllte, man müsse sofort den Jäger holen und den Schurken erschießen.
Haben Sie ein Lieblingsmärchen?
Ja. Nämlich jenes, das mir meine Frau in schwierigen Situationen glaubt. Kann ich aber nicht verraten.

Drei Fragen an Marianne Sägebrecht
Warum sind Märchen auch heute immer noch aktuell?
Die Charaktere der agierenden Figuren sind archetypisch und verbinden so über Generationen die Menschen miteinander. Die Tür zu den 'Anderwelten' ist offen, teilweise sehr grausame Prüfungen führen sehr oft zu einer Wandlung der Menschen in den Geschichten.
Welche Märchenfigur hat Sie als Kind besonders beeindruckt und warum?
Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" in ihrer Villa Kunterbunt wurde in späteren Jahren vom "Kleinen Prinzen" von Antoine de Saint-Exupéry abgelöst.
Haben Sie ein Lieblingsmärchen?
"Der kleine Prinz" ist mein Lieblingsmärchen. Antoine de Saint-Exupéry schreibt darin: "Man kann nur mit dem Herzen richtig sehen, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."











