Karoline Herfurth (Quelle: HR/Felix Holland)

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Karoline Herfurth, Susanne Bormann und Florian Lukas reden über ihre Lieblingsmärchen und darüber, welche zauberhaften Kräfte sie gerne hätten.

Drei Fragen an Karoline Herfurth

Was finden Sie an Märchen faszinierend?
Märchen erzählen von den grundlegenden Konflikten eines jeden Menschen im Leben. Die Gänsemagd ist für mich die Lehre über das Vertrauen in das eigene Urteil. Und über den Mut, dieses Urteil öffentlich zu vertreten. Also an sich selbst und die eigene Wahrnehmung zu glauben und dazu zu stehen. Auch zeigt es, dass man Versprechen, also Schwüre, die man einem Menschen gegeben hat, nicht halten muss, wenn dieser deine Treue ausnutzt. Es erzählt von Selbstschutz und von dem richtigen Maß an Egoismus. Es erzählt davon, dass man nicht nur ausgenutzt wird, sondern dass man sich ausnutzen lässt und dass man nicht schweigen darf. Märchen sind für mich Lehren über das Leben.

Hatten Sie ein Lieblingsmärchen als Kind? Und welches ist es heute?
Ich mochte den "Froschkönig" sehr gerne. Aber am allermeisten mochte ich "Momo" und die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende, wenn man diese Erzählungen ebenfalls Märchen nennen möchte. Heute liebe ich das Märchen "Die Schöne und das Biest". Und "Die Schneekönigin". Ich liebe die Verfilmungen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und "Das singende, klingende Bäumchen". Und russische Märchen wie "Väterchen Frost".

Aus Stroh Gold spinnen oder mit Tieren sprechen - Märchenfiguren haben oft zauberhafte Kräfte: Was würden Sie gerne können?
Ich würde mich gerne an andere Orte zaubern können. Wenn ich irgendwo hin muss, würde ich gerne die Augen schließen können, mir den Ort vorstellen, die Augen öffnen und schon bin ich da.

Susanne Bormann (Quelle: HR/Felix Holland)

Drei Fragen an Susanne Bormann

Was finden Sie an Märchen faszinierend?
Wenn man Märchen liest, taucht man ein, in eine Welt der Phantasie, in der auf einmal alles möglich scheint. Gleichzeitig ist man über die alten Mythen und Geschichten doch auch mit dem realen Leben verbunden, da sie die immer wiederkehrenden Träume und Wünsche oder auch die Ängste der Menschen seit Urzeiten widerspiegeln.

Hatten Sie ein Lieblingsmärchen als Kind? Und welches ist es heute?
"Brüderchen und Schwesterchen habe ich geliebt, sowie auch "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen. Außerdem habe ich mir die Geschichte über den kleinen Angsthasen von Elizabeth Shaw so oft von meiner Mutter vorlesen lassen, bis ich es Wort für Wort auswendig konnte. Im Kindergarten habe ich dann so getan, als könnte ich lesen. Woraufhin meine Mutter einen bösen Anruf der Erzieherin bekam, weil diese davon ausging, meine Mama hätte mich mit fünf Jahren schon zum Lesenlernen verdonnert. Später habe ich mich vor allem für russische Märchen und die Geschichten aus "Tausendundeine Nacht" begeistert.

Aus Stroh Gold spinnen oder mit Tieren sprechen - Märchenfiguren haben oft zauberhafte Kräfte: Was würden Sie gerne können?
Die Menschen zum Nachdenken bewegen. Das Schöne ist, dass man das mit Schauspielerei ja manchmal schafft.

Florian Lukas (Quelle: HR/Felix Holland)

Drei Fragen an Florian Lukas

Was finden Sie an Märchen faszinierend?
In den meisten Märchen siegen Mut und Liebe. Und wenn das nicht reicht, wird gezaubert. So wünscht man sich doch das Leben, oder?

Hatten Sie ein Lieblingsmärchen als Kind? Und welches ist es heute?

Ich hatte tolle Märchenschallplatten, am liebsten mochte ich "Der Wolf und sieben Geißlein". Mann, war dass gruselig. Heute sind es die Märchen von Astrid Lindgren, schön und melancholisch.

Aus Stroh Gold spinnen oder mit Tieren sprechen – Märchenfiguren haben oft zauberhafte Kräfte: Was würden Sie gerne können?
Ich würde gern durch die Zeit reisen können. Das wäre sensationell.

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