Es war einmal ein braver Bauer, der liebte seine Frau so sehr, dass er für sie sogar Rapunzeln stahl.
Ertappt von einer Zauberin verspricht er ihr in seiner Not das noch ungeborene Kind.
Lange hält die Zauberin Rapunzel in einem Turm ohne Tür und Treppe gefangen.
Nur sie selbst gelangt hinauf – am langen Zopf des Mädchens. Doch eines Tages belauscht der Prinz das Geheimnis.
Als auch er zu Rapunzel hinauf klettert, verliebt er sich auf der Stelle in die schöne junge Frau.
Doch als die Zauberin auf die Liebschaft aufmerksam wird, schneidet sie Rapunzel die Haare ab und verbannt sie in die Wüstenei.
Die Zauberin wartet auf den Königssohn, lässt ihn an Rapunzels abgeschnittenem Haar heraufklettern und stößt ihn vom Turm.
Der Prinz erblindet durch den Sturz in ein Dornengestrüpp. Sein Esel weist ihm jedoch den Weg zu Rapunzel.
Nach langer Suche finden sich die zwei Liebenden in der Wüstenei wieder. Als Rapunzels Tränen die Augen des Prinzen benetzen, erhält er sein Augenlicht zurück.
Der Prinz führt Rapunzel in sein Reich, wo sie Hochzeit feiern und noch lange glücklich und vergnügt leben. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.