
- Massenflucht in den Osten (1988)
Zwischen West- und Ostberlin wird ein Gebietsaustausch unterzeichnet. Betroffen ist auch das etwa vier Hektar große "Lenné-Dreieck" am Potsdamer Platz. Es liegt zwar auf der westlichen Seite der Mauer, gehört aber zu Ost-Berlin.
März. Zwischen West- und Ostberlin wird ein Gebietsaustausch unterzeichnet. Betroffen ist auch das etwa vier Hektar große "Lenné-Dreieck" am Potsdamer Platz. Es liegt zwar auf der westlichen Seite der Mauer, gehört aber zu Ost-Berlin.
Das einstige Brachland wird zur Touristenattraktion. Fünf Wochen vor der Übergabe an den Westen haben Linksalternative das Gelände besetzt. Der Senat will hier entlang eine Autobahn bauen. Dagegen protestieren die Besetzer. Für sie gibt es hier schützenswerte Natur. Ost-Berlin duldet das bunte Treiben. Und die West-Berliner Behörden können nur Zusehen.
Am Morgen des 1. Juni schlägt dann die große Stunde der Polizei. Es ist der Tag des Gebietsaustausches. Das Gelände gehört nun offiziell zu West-Berlin. Mehrere Hundertschaften rücken vor, um zu räumen. Fast 200 Besetzter flüchten vor den Augen der Einsatzleiter und zahlreicher Reporter über die Mauer nach Ost-Berlin.
Was noch passierte:
1988 - das war das Jahr, in dem sich in Ost-Berlin zunehmend Widerstand gegen die Staatsmacht formierte, der Liedermacher Stephan Krawczyk und einige seiner oppositionellen Mitstreiter zur Ausreise aus der DDR gezwungen wurden und drei junge Ost-Berliner schwimmend durch die Spree in den Westen flüchteten.
US-Rocklegende Bruce Springsteen trat in Weißensee vor 200.000 Menschen auf und sprach auf deutsch: "Ich bin gekommen, um Rock ’n' Roll zu spielen für alle Ost-Berliner. In der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren abgerissen werden."
Der Liedermacher Stephan Krawczyk erinnert sich an die Eregnisse in den Tagen vor seiner Ausreise. Jeder Boden unter den Füßen war ihm entzogen worden. Stephan Noé, damals inoffizieller Bürgermeister des Hüttendorfes im Lenné-Dreieck, erzählt von der einzigen Massenflucht, die jemals von West- nach Ost-Berlin stattgefunden hat.
"Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin" dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990. 30 filmische Jahreschroniken à 15 Minuten erzählen, was die Berliner in West und Ost bewegte.
Das einstige Brachland wird zur Touristenattraktion. Fünf Wochen vor der Übergabe an den Westen haben Linksalternative das Gelände besetzt. Der Senat will hier entlang eine Autobahn bauen. Dagegen protestieren die Besetzer. Für sie gibt es hier schützenswerte Natur. Ost-Berlin duldet das bunte Treiben. Und die West-Berliner Behörden können nur Zusehen.
Am Morgen des 1. Juni schlägt dann die große Stunde der Polizei. Es ist der Tag des Gebietsaustausches. Das Gelände gehört nun offiziell zu West-Berlin. Mehrere Hundertschaften rücken vor, um zu räumen. Fast 200 Besetzter flüchten vor den Augen der Einsatzleiter und zahlreicher Reporter über die Mauer nach Ost-Berlin.
Was noch passierte:
1988 - das war das Jahr, in dem sich in Ost-Berlin zunehmend Widerstand gegen die Staatsmacht formierte, der Liedermacher Stephan Krawczyk und einige seiner oppositionellen Mitstreiter zur Ausreise aus der DDR gezwungen wurden und drei junge Ost-Berliner schwimmend durch die Spree in den Westen flüchteten.
US-Rocklegende Bruce Springsteen trat in Weißensee vor 200.000 Menschen auf und sprach auf deutsch: "Ich bin gekommen, um Rock ’n' Roll zu spielen für alle Ost-Berliner. In der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren abgerissen werden."
Der Liedermacher Stephan Krawczyk erinnert sich an die Eregnisse in den Tagen vor seiner Ausreise. Jeder Boden unter den Füßen war ihm entzogen worden. Stephan Noé, damals inoffizieller Bürgermeister des Hüttendorfes im Lenné-Dreieck, erzählt von der einzigen Massenflucht, die jemals von West- nach Ost-Berlin stattgefunden hat.
"Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin" dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990. 30 filmische Jahreschroniken à 15 Minuten erzählen, was die Berliner in West und Ost bewegte.
