Wirtschaftlicher Aufschwung 1970 (Quelle: rbb)

- Wirtschaftlicher Aufschwung

Nachwuchs dringend gesucht: Junge Menschen braucht die Stadt. Der West-Berliner Senat wirbt um Fachkräftenachwuchs aus dem Bundesgebiet und auch die Ost-Berliner bekommen einen Zuschlag.
Nachwuchs dringend gesucht: Junge Menschen braucht die Stadt. Der West-Berliner Senat wirbt um Fachkräftenachwuchs aus dem Bundesgebiet.

Auch die Berliner auf der Ostseite der Mauer bekommen einen kleinen Berlin-Zuschlag auf den Lohn. Dabei sind Zuschläge und Bleibeprämien hier gar nicht nötig. Die Menschen ziehen gerne aus der Provinz nach Ost-Berlin. Die "Hauptstadt der DDR" ist die Zu-Zugsstadt. Auch wer hier studiert, versucht zu bleiben. Für die Medizinstudentin Ruth Raabe geht 1970 der Traum in Erfüllung: Eine Neubauwohnung im Stadtzentrum.

Was noch passierte:

1970 - das war das Jahr, in dem der Kaufhausbrandstifter Andreas Baader von seinem Anwalt Horst Mahler und der Journalistin Ulrike Meinhof in West-Berlin befreit wurde und die Rote Armee Fraktion (RAF) entstand.

Zwischen Sowjets und den Westalliierten fanden Verhandlungen um den Status der geteilten Stadt statt, über Transit- und Reiseverkehr ohne Hindernisse.

Für den damals 30-jährigen Westberliner Klaus Eschen aus dem "Sozialistischen Anwaltskollektiv" beginnt eine aufregende Zeit, als sein Anwaltskollege Horst Mahler in den linksextremistischen Untergrund geht..

"Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin" dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990.