Hinterhof Fehrbeliner Str (Quelle: rbb)

- Wohnungsnot Ost (1980)

Wohnungssuche Ost: Die Wirklichkeit bedeutet für viele Bürger: Warten auf dem Wohnungsamt ist Alltag. Tausende hoffen auf eine "Zuweisung“ für die eigenen vier Wände. Andere ergreifen Eigeninitiative.
Wohnungssuche Ost: Die Wirklichkeit bedeutet für viele Bürger:  Warten auf dem Wohnungsamt ist Alltag. Tausende hoffen auf eine "Zuweisung“ für die eigenen vier Wände. Chaos trotz behördlicher "Wohnraumlenkung".

In verfallenen Altbauten stehen Wohnungen leer. Und so nimmt manch einer die Sache selbst in die Hand und wird zum Wohnungsbesetzer Ost.  Carlo Jordan ist einer von jenen, die solche unbeliebten Quartiere besetzen. "Schwarz-wohnen" nennt man das in Ost-Berlin.  

Was noch passierte:


1980 - das war das Jahr in dem aus Protest gegen den Einmarsch der Sowjets in Afghanistan die westlichen Staaten die Olympischen Spiele in Moskau boykottierten, Menschen in West- wie in Ost-Berlin auf den Wohnungsmangel mit Hausbesetzungen und "Schwarzwohnen" reagierten und zwei Pandabären den Berliner Zoo bereicherten.

Die Schauspielerin Renate Krößner, die für die beste weibliche Darstellung im DEFA-Film "Solo Sunny" den "Silbernen Bären" erhielt, erinnert sich, wie sie zur Preisverleihung von Ost- nach West-Berlin fuhr. Gefühlt lag West-Berlin damals weiter weg als Moskau.

"Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin" dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990. 30 filmische Jahreschroniken à 15 Minuten erzählen, was die Berliner in West und Ost bewegte.