Screenshot Tunnelflucht 1965 (Quelle: rbb)

- Tunnelflucht an der Bernauer Straße (1964)

Oktober 1964: Eine spektakuläre Massenflucht. Westberliner Studenten haben an der Bernauer Straße einen Tunnel nach Ost-Berlin gegraben. 145 Meter liegen zwischen Ein- und Ausstieg. Der Tunnel verläuft teilweise 12 Meter unter der Erde.
Oktober 1964: Eine spektakuläre Massenflucht. West-Berliner Studenten haben an der Bernauer Straße einen Tunnel nach Ostberlin gegraben. 145 Meter liegen zwischen Ein- und Ausstieg. Der Tunnel verläuft teilweise 12 Meter unter der Erde und er ist der bis dahin längste, tiefste und erfolgreichste überhaupt. 57 Menschen fliehen in dem Tunnel von Ost- nach West. Ein halbes Jahr ist an diesem Fluchtweg gebaut worden.

Was noch passierte:

1964 - das war das Jahr, in dem in Ost-Berlin das "Deutschlandtreffen“ der Freien Deutschen Jugend (FDJ) stattfand, die Beatmusik in beiden Teilen der Stadt den Rhythmus bestimmte, auf dem Teufelsberg Abfahrts-Ski geboten wurde und auf beiden Seiten der Mauer Neubausiedlungen entstanden. Der damals 16jährige Thilo Spruch hört auf der Straße aus Lautsprechern das erste Mal die Beatles – und ist begeistert.

Von den West-Berliner Schneepisten mit Schlepplift, Schneekanonen und Flutlichtmasten erzählt Harald Grüschow.

"Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin" dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990.

Bernauer Straße / Strelitzer Straße