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Einen respektvollen und überlegten Umgang mit der Bausubstanz des ehemaligen Flughafens Tempelhof haben Bauhistoriker angemahnt. Ungeduld sei im Umgang mit dem Gebäude unangebracht, sagte der Präsident der Bundesingenieurkammer (BIngK), Jens Karstedt, am Mittwoch in Berlin.
Die BlngK hatte zuvor das Gebäude als "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" ausgewiesen. Der Titel wird seit 2007 an bedeutende Infrastrukturprojekte verliehen. Das Flughafengebäude ist der zehnte Preisträger.
Hohe Funktionalität in moderner Architektur
Karstedt bezeichnete das Flughafengebäude als einen Leuchtturm großstädtischer Infrastruktur. "Seine Bedeutung als Ingenieurbau liegt in der besonders gelungenen und beispielgebenden Verknüpfung von Funktionalität und moderner Architektur sowie seiner städtebaulichen Einbindung", sagte er in seiner Ansprache vor rund 150 Gästen.
Das Augenmerk des Preises richte sich ausdrücklich auf die Baukonstruktion. Er regte an, die Dachfläche mit Sonnenkollektoren zu bestücken. Darüber hinaus könnte in den Hallen und unter den überdachten Freiflächen ein großes Luft- und Raumfahrtzentrum installiert werden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2011_06/wuerdigung_fuer_flughafen.html