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Drei Tage nach dem 80. Geburtstag von Gerhard Richter hat am Sonntag in Berlin eine große Werkschau des Künstlers begonnen.
Am ersten Publikumstag bildete sich vor der Neuen Nationalgalerie eine lange Schlange. Die Besucher mussten etwa eine Stunde auf Einlass warten. In der Ausstellung dürfen sich zeitgleich rund 1000 Menschen aufhalten.
Gerhard Richter gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler. Die Neue Nationalgalerie zeigt bis Mitte Mai rund 130 Bilder und fünf Skulpturen aus allen Schaffensperioden. Darunter sind Ikonen der modernen Malerei wie das Frauenporträt "Betty" (1988) oder das Bild "Kerze", das kürzlich für zwölf Millionen Euro versteigert wurde. Zu sehen sind aber auch unbekannte Arbeiten und viele der berühmten großformatigen Abstraktionen.
Neben der Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie ist auf der Museumsinsel Richters wohl umstrittenstes Werk ausgestellt - der Zyklus "18. Oktober 1977". Die 15 Bilder setzen sich mit der "Todesnacht von Stammheim" auseinander, als die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen Selbstmord begingen.
Eine weitere Ausstellung in der Berliner Galerie Me Collectors Room ist den Druckgrafiken, Fotos und Plakaten Richters gewidmet.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2012_02/grosse_gerhard_richter.html