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Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert hat am Sonntag auf der Berlinale ihren Film "Captive" präsentiert.
Das Drama von Regisseur Brillante Mendoza handelt von der Entführung einer Touristengruppe durch die muslimische Abu-Sayyaf-Gruppe auf den Philippinen. Der Film beruht auf wahren Geschehnissen. Von der Presse wurde der Film am Sonntag verhalten aufgenommen. Er wurde am Abend dem Publikum vorgestellt.
Am Sonntagabend hatte Hollywoodstar Clive Owen seinen Auftritt. Er stellte den Psychothriller "Shadow Dancer" vor, in dem er einen Geheimagenten verkörpert.
"Meteora" erntete viel Beifall
Viel Beifall gab es für "Meteora" von Spiros Stathoulopoulos. Der Regisseur zeigt darin die sich zart entwickelnde "verbotene" Liebe eines griechischen Mönchs und einer Nonne.
Auf zweispältige Reaktionen stießen die weiteren Wettbewerbs-Filme: Die italienischen Regie-Brüder Paolo und Vittorio Taviani zeigen in "Caesar Must Die", wie Häftlinge einer römischen Strafanstalt das Shakespeare-Stück "Julius Cäsar" inszenieren. Der spanische Psychothriller "Dictado (Childish Games)" von Antonio Chavarrias handelt von einem scheinbar von Dämonen besessenen Mädchen.
Symbolisch: Ai Weiwei-Platz für einen Tag
Der Berliner Marlene-Dietrich-Platz wurde am Sonntag für einen Tag symbolisch in Ai-Weiwei-Platz umbenannt. Mitglieder der Initiative Friedensfilmpreis wollen sich so mit dem verfolgten chinesischen Künstler solidarisieren.
"Marlene Dietrich war in all ihren Lebensjahren eine leidenschaftliche Verfechterin von Freiheit und Demokratie und stünde heute sicher hinter den Ansichten Ai Weiweis", sagte der Sprecher der Jury des Friedensfilmpreises, Christoph Heubner. Im Festspielhaus wurde am Sonntag der Film "Ai Weiwei: Never Sorry" gezeigt.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann wurde am Rande der Berlinale vom Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Der CDU-Politiker erhielt den Preis am Sonntag für seinen besonderen Einsatz zur Förderung von Schauspielern. "Hätte er sich in jungen Jahren für ein Schauspielstudium entschieden, wäre Bernd Neumann heute einer von uns", sagte Jury-Mitglied Thomas Schmuckert.
Petzold-Film mit Nina Hoss in den Wettbewerb gestartet
Mit Christian Petzolds Drama "Barbara" startete am Samstag auch der erste von drei deutschen Filmen ins Rennen um den Goldenen Bären. Hauptdarstellerin Nina Hoss verkörpert darin eine DDR-Ärztin, die zu ihrem Geliebten in den Westen fliehen will. Bei einer Pressevorführung wurde der Film mit Applaus aufgenommen. Nach "Gespenster" und "Yella" ist "Barbara" bereits der dritte Film, den Petzold in den Berlinale-Wettbewerb schickt. Für ihre Rolle in "Yella" war Hoss vor fünf Jahren mit einem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet worden.
In diesem Jahr haben insgesamt drei deutsche Regisseure eine Bären-Chancen. Am Dienstag hat Hans-Christian Schmids Familiendrama "Was bleibt" mit Corinna Harfouch und Lars Eidinger Premiere. Am kommenden Freitag folgt "Gnade" von Matthias Glasner mit Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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