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"Ich will ein Bauer werden" ist der Titel einer Ausstellung, die am Samstagnachmittag im Frankfurter Kleist-Museum eröffnet worden ist. Mit Fotos, Zeichnungen, Handschriften und vertonten Briefen geht es um die Zeit, die Heinrich von Kleist (1777-1811) im schweizerischen Thun verbracht hat.
Der Dichter hatte im Jahr 1801 die Schweiz bereist und wollte mit seiner Verlobten Wilhelmine von Zenge das Landleben teilen. "Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden", zitiert das Museum aus einem Brief Kleists an Wilhelmine. In der Schweiz mit ihren damaligen politischen Unruhen lebte er allerdings nur ein paar Monate und vollendete dort seinen Erstling "Die Familie Schroffenstein".
Neben zahlreichen Texttafeln ist in der Ausstellung auch die Nachbildung eines Briefes an Zeitgenossen wie den Dichter Christoph Martin Wieland zu sehen. Über Kopfhörer können Besucher zudem einem Brief Kleists an seine Schwester Ulrike lauschen - wie in einem Hörspiel. In Frankfurt (Oder) als Geburtsort Kleists ist die Ausstellung bis zum 25. November zu sehen. Davor hatte sie bereits Station in Thun und Zürich gemacht.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2012_02/neue_kleist_ausstellung.html