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Rund 30.000 Interessierte haben am Samstagabend in Berlin zur 31. Langen Nacht der Museen die mehr als 100 teilnehmenden Einrichtungen besucht. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Stadtjubiläums "775 Jahre Berlin" und widmete sich bis nachts um 2.00 Uhr der wechselvollen Geschichte der Stadt.
Zu den beliebtesten Anlaufpunkten bei der Langen Nacht gehörte erneut der Berliner Dom. Eine 3D-Video-Projektion auf das imposante Gebäude illustrierte die Stadtgeschichte und brachte die Fassade durch Licht- und Schattenspiele besonders zur Geltung.
Die Museumsnacht eröffnete gleichzeitig die offiziellen Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum, die am 28. Oktober mit einem großen Fest in der historischen Mitte ihren Höhepunkt erreichen werden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gab um 18 Uhr auf den Stufen das Alten Museums den Startschuss für die lange Museumsnacht. Schon zwei Stunden zuvor hatte ein öffentliches Picknick auf dem Schlossplatz begonnen.
Neue Grabungsfunde hatten der Hauptstadt kurz vor Beginn der Feiern noch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Archäologen hatten bei Bauarbeiten Fundamentreste eines mittelalterlichen Hauses aus dem Jahr 1174 entdeckt. Sie sollen damit 63 Jahre älter sein als der offizielle Geburtstag Berlins. Aus dem Jahr 1237 stammt die älteste bekannte Urkunde, in der die Stadt genannt wird. "Wir feiern die Namensgebung", sagte eine Sprecherin der Landesgesellschaft Kulturprojekte Berlin, die die Lange Nacht der Museen organisiert, zu der jetzigen Jubiläumsfeier.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2012_08/Museumsnacht.html