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Bei einem Benefizkonzert zugunsten der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus sind am Dienstagabend fast 6.000 Euro zusammengekommen.
Das teilte der Verein Menschenrechtszentrum am Mittwoch mit. 350 Besucher waren zu der Veranstaltung in der früheren Haftanstalt gekommen. Bei der Eröffnung der Gedenkstätte trat unter anderem der Liedermacher Wolf Biermann auf. Zu den Gästen gehörten zahlreiche ehemalige Häftlinge, darunter auch Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen.
Die im Aufbau befindliche Gedenkstätte wird von dem Verein betrieben, in dem unter anderem auch ehemalige Häftlinge engagiert sind. Interessierte konnten am Dienstag die Gedenkstätte erstmals stundenweise besuchen und sich die sanierten Räume im Hafthaus 1 ansehen. Der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus hat dort fünf Sonderschauen gestaltet. Die komplette Eröffnung mit einer Dauerausstellung ist für Herbst 2013 geplant.
Vor der Wende waren in Cottbus mehr als 20.000 politische Gefangene inhaftiert. Damit war die Haftanstalt nach der in Bautzen die zweitgrößte in der DDR. In der NS-Zeit war dort ein Frauengefängnis untergebracht. Die alte Haftanstalt wurde 2002 geschlossen, eine neue am Stadtrand gebaut.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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