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Mit einer Festwoche feiert das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus seit Montag sein 100-jähriges Bestehen.
Zum Auftakt begeisterte das Orchester am Montagabend das Cottbuser Publikum und musste gleich zwei Zugaben spielen. Kulturministerin Sabine Kunst hatte zu Beginnn des Konzerts das Philharmonische Orchester als Bereicherung für das Kulturleben der Stadt und des Landes bezeichnet. Sie würdigte besonders die Arbeit des 41 Jahre alten Chefdirigenten Christ, der 2008 in die Lausitz kam.
Die Festwoche geht am Mittwoch mit der Oper "Rusalka" von Antonín Dvorák weiter. Für Freitag ist die Premiere des Balletts "Romeo und Julia" mit der Musik von Sergej Prokowjew vorgesehen. Am Wochenende stehen alle neun Sinfonien von Beethoven an zwei Tagen auf dem Programm.
Das Orchester war 1912 gegründet worden, vier Jahre nach Eröffnung des Theaters. Seit dem Jahr 1988 trägt der Klangkörper den Titel Philharmonisches Orchester.
Max-Grünebaum-Preis für Orchester sowie weitere Preisträger
Erst am Sonntag war der Klangkörper bei einem Festakt im Staatstheater Cottbus mit dem Max-Grünebaum-Preis ausgezeichnet worden.
Dem 41-jährigen Generalmusikdirektor Christ aus den USA sei es zu verdanken, dass neben Opernmusik und romantischen Werken auch zeitgenössische Komponisten der Gegenwart gespielt sowie junge Leute und Familien an die Konzerte herangeführt werden, so ein Laudator bei der Preisverleihung.
Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten vier Hauptpreise erhielten außerdem die Schauspielerin Laura Maria Hänsel ("Die Orestie") sowie die Nachwuchswissenschaftler Jakob Meier und Jens Nipkau von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus. Zudem wurden noch zwei Förderpreise an den Beleuchtungsmeister des Staatstheaters Cottbus Ulf Kupke und die BTU-Studentin Delia Gageanu vergeben.
Die Auszeichnung erinnert an den Cottbuser Tuchfabrikanten und Kommerzienrat Max Grünebaum (1851-1925), dessen Familie von den Nationalsozialisten vertrieben und enteignet wurde. Seine vier Enkel stellten der Max-Grünebaum-Stiftung ihr aus Entschädigungszahlungen stammendes Vermögen zur Verfügung. Mit dem Nachwuchspreis sollen das Staatstheater und die Brandenburgische Technische Universität unterstützt werden.
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