Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Politik


Wie in jedem Jahr wurde im Bendlerblock Stauffenbergs gedacht.
Mit einer Reihe von Veranstaltungen ist am Montag an den Widerstand gegen das Hitler-Regime erinnert worden.
Am Abend legten vor dem Reichstag rund 400 Bundeswehr-Rekruten ein öffentliches Gelöbnis ab. Bereits am Nachmittag protestierten rund 200 Demonstranten gegen die Zeremonie. Nach Polizeiangaben blieben die Proteste jedoch friedlich. Zuvor war ein Protestzug der Militärgegner durch den Tiergarten untersagt worden. Erlaubt war lediglich die Kundgebung am Potsdamer Platz, der außer Sicht- und Hörweite des Reichstagsgebäudes liegt.
Bereits am Mittag hatte Verteidigungsminister Franz Josef Jung im Berliner Bendlerblock einen Kranz niedergelegt. Dort waren Oberst Graf Schenk von Stauffenberg und drei seiner Mitstreiter nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler in der Nacht zum 21.Juli 1944 hingerichtet worden.
In der Gedenkstätte Plötzensee fand eine Feierstunde der Bundesregierung statt. Dabei hielt auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine Rede, dessen Urgroßonkel 1945 als Widerstandskämpfer von den Nazis ermordet worden war.
Am Morgen hatte die Brandenburger CDU mit einer Kranzniederlegung am Stauffenberg-Gedenkstein in Rangsdorf (Teltow-Fläming) an die Widerständler erinnert. Vom Rangsdorfer Flugplatz war Oberst Graf Schenk von Stauffenberg am Morgen des 20. Juli 1944 zu seinem Attentatsversuch nach Ostpreussen gestartet.
Stand vom 20.07.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 20.07.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2009_07/Stauffenberg_Gedenken.html