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Wartende S-Bahn-Fahrgäste (dpa-Archivbild)

Seit über zwei Wochen müssen Fahrgäste mit Zugausfällen und Verspätungen leben

Nahverkehr

S-Bahn stellt Betrieb zwischen Zoo und Ostbahnhof komplett ein


Der S-Bahn-Verkehr in der Berliner Innenstadt wird nun komplett eingestellt. Zwischen Zoologischem Garten und Ostbahnhof würden ab Montag für zweieinhalb Wochen keine S-Bahn-Züge mehr verkehren, kündigte der Vorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Homburg, am Donnerstag an.

Grund sei ein Beschluss des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), wonach die Sicherherheitsauflagen für die S-Bahn verschärft werden. Erst Anfang Dezember solle wieder der normale Fahrplan gelten. Nach Angaben des Amtes müssen bis zum 10. August die Vorderachsräder fast aller Züge ausgetauscht werden. Nach Angaben der S-Bahn soll der Verkehr zwischen Zoo und Ostbahnhof durch sieben Regionalzüge pro Stunde und Richtung übernommen werden.

Die S-Bahn-Streckenabschnitte zwischen Olympiastadion und Spandau, Westkreuz und Nikolassee, Mühlenbeck-Mönchmühle und Blankenburg, Springpfuhl und Wartenberg, Adlershof und Flughafen Schönefeld sowie Strausberg und Strausberg-Nord werden laut S-Bahn ebenfalls ab Montag nicht befahren. Im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn verkehren die Linien S 1 und S 2 jeweils alle 20 Minuten. Die Ringbahnlinien S 41/S 42 fahren tagsüber im Zehn-Minuten-Takt.

Die S-Bahn kann seit Ende Juni keinen normalen Zugverkehr mehr gewährleisten. Derzeit fehlt dem Unternehmen im täglichen Betrieb fast ein Drittel seiner Züge, wie ein Sprecher mitteilte. Die Bahn bereitet inzwischen weitere Notfallpläne vor. Ausführliche Infos dazu beim Kundetelefon der S-Bahn Berlin unter 030/297-43333 (Mo - Fr  6.00 - 22.00 Uhr, Sa und So 7.00 - 21.00) oder unter www.s-bahn-berlin.de.

S-Bahn-Chef: Werkstattkapazitäten werden erhöht

S-Bahnzug in der Werkstatt  (dpa-Archivbild)

S-Bahn-Chef Buchner verspricht neue Werkstattkapazitäten.  

S-Bahn-Chef Peter Buchner kündigte in der rbb-Abendschau an, man werde alles unternehmen, um die Zugausfälle und Verspätungen so schnell wie möglich zu beheben.

Dazu würden die Werkstattkapazitäten erhöht. Dafür seien mehr Fachleute nötig, die die Achsen und Räder überprüfen können. Die S-Bahn nehme jede Hilfe an, die sie bekommen könne, so Buchner.

Unternehmensführung und Betriebsrat hatten zuvor gewarnt, die Kunden müssten sich auf noch schlimmere Szenarien vorbereiten als bisher.

Wowereit: Bahn soll Privatisierung aufgeben

Klaus Wowereit (dpa-Archivbild)

Einen Börsengang lehnt Berlins Regierender Bürgermeister ab.  

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat den S-Bahn-Mutterkonzern Deutsche Bahn aufgefordert, die Pläne für einen Börsengang aufzugeben.

Für die SPD sei das Thema angesichts des Chaos im Berliner Nahverkehr und der Finanzkrise beendet, sagte Wowereit der "Berliner Zeitung" (Donnerstag).

Der Sprecher der Parteilinken, Björn Böhning, betonte, die Missstände bei der Berliner S-Bahn zeigten deutlich, wie abwegig der Privatisierungskurs sei. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, an der Sicherheit gespart zu haben, um höhere Gewinne zu erzielen.

Stand vom 16.07.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 16.07.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Fahrplanänderungen der S-Bahn Berlin

www.s-bahn-berlin.de

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http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2009_07/Wowereit__Thema_Bahn-Boersengang_beenden.html

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