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Bei den Krawallen waren 479 Polizisten verletzt worden.
Ein 24 Jahre alter Bundespolizist, der sich an den Ausschreitungen am 1. Mai beteiligt haben soll, muss sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten verantworten.
Der in Frankfurt am Main stationierte Beamte hielt sich privat in Berlin auf und soll bei den Krawallen mindestens drei Pflastersteine auf Kollegen geschleudert haben. Einen Polizisten soll er am Helm, einen anderen an der Hand getroffen haben. Dem Angeklagten wird schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.
Zum Prozessauftakt wollte sich der Mann nicht zu den Vorwürfen äußern. Ein Zeuge belastete den Angeklagten dagegen schwer. Er habe aus nächster Nähe beobachtet, wie der Tatverdächtige gemeinsam mit einem Komplizen zwei Steine gezielt in Richtung der Einsatzkräfte warf, sagte der Mann, der ebenfalls Bundespolizist ist. Der Angeklagte ist seit seiner Festnahme vom Dienst suspendiert. Der Prozess wird am 20. Oktober fortgesetzt.
Bei den heftigsten Ausschreitungen seit Jahren wurden am 1. Mai 2009 insgesamt 479 Polizisten verletzt. 289 Randalierer wurden zunächst festgenommen. In den Strafverfahren erhielt ein Lagerarbeiter mit drei Jahren und vier Monaten Haft die bisher höchste Strafe für das Werfen von zwölf Flaschen.
Auch in weiteren Prozessen reagierte die Berliner Justiz mit harten Strafen auf die Krawalle.
Stand vom 06.10.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 06.10.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
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