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Sarrazin hatte türkische und arabische Migranten kritisiert.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Berlins ehemaligem Finanzsenator Thilo Sarrazin geistige Nähe zum Nationalsozialismus vorgeworfen.
"Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist", sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, am Freitag in Berlin. "Er steht in geistiger Reihe mit den Herren."
Sarrazin hatte in einem Interview erklärt, die Türken eroberten Deutschland durch eine höhere Geburtenrate und lehnten den Staat ab. Arabische und türkische Migranten seien vornehmlich damit beschäftigt, "ständig neue kleine Kopftuchmädchen zu produzieren". Kramer nannte die Aussagen "volksverhetzend". Sarrazins Analyse über Probleme der Unterschichten erinnere an die Untermenschen-Terminologie der Nazis.
Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, forderte erneut den Rücktritt Sarrazins von seinem Vorstandsposten bei der Bundesbank. Er wolle sich dafür in einem Gespräch mit Bundesbankpräsident Axel Weber einsetzen. Zudem sprach sich Kolat für die sofortige Aufnahme eines Verfahrens gegen Sarrazin wegen Volksverhetzung aus.
Stand vom 09.10.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 09.10.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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