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Die Steine stehen entlang des früheren Verlaufs der Mauer.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat am Samstag vor dem Reichstag eine Galerie aus Domino-Steinen eröffnet. Damit wolle man vor allem junge Menschen erreichen, die den Mauerfall vor 20 Jahren selbst nicht erlebt hätten, sagte der SPD-Politiker.
Das Kunstwerk besteht aus insgesamt 1000 Teilen, die auf einer Strecke von 1,5 Kilometern zwischen Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz aufgestellt sind, wo früher die Mauer verlief. Schüler und Auszubildende, aber auch Bundeswehrsoldaten, hatten die zweieinhalb Meter hohen Steine gestaltet.
Am Montagabend, dem 9.November, sollen die Steine in Erinnerung an den Mauerfall umstürzen. An zwei Stellen wird dazu der Anstoß beim "Fest der Freiheit" gegeben: vor dem Reichstagsgebäude durch den früheren polnischen Präsidenten Lech Walesa und am Potsdamer Platz durch Schüler und den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso.
Stelen erinnern in Berlin an Mauer-Tote
Mit Stelen wird seit Samstag in Berlin an die Todesopfer des Grenzstreifens zwischen West und Ost erinnert. Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper, übergab die ersten Mahnmale der Öffentlichkeit.
"Den Opfern von Mauer und Schießbefehl sind wir es schuldig, sie nicht zu vergessen", sagte der SPD-Politiker. Die vier Stelen wurden am früheren Grenzverlauf bei Lichtenrade im Beisein der Familie eines Opfers übergeben.
Sie erinnern an drei Männer, die beim Fluchtversuch erschossen wurden, sowie einen 14-Jährigen, der 1990 an der Grenze verunglückte. In den kommenden Jahren sollen weitere Stelen für die mindestens 136 Mauertoten zwischen 1961 und 1989 folgen.
Linke Gruppen demonstrieren gegen Einheitsfeiern
Rund 1500 Menschen aus der linksautonomen Szene protestierten am Samstag in Berlin gegen die Feiern zum Mauerfall-Jubiläum. Unter dem Motto "Es gibt kein Ende der Geschichte. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!" zogen sie weitgehend friedlich vom Checkpoint Charlie aus durch Berlin-Mitte.
Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Für Kommunismus" und "Sabotiert deutsches Heldentum". Im Aufruf zum Protest hieß es, der Zusammenbruch des Ostblocks sei ein Aufbruch in den "globalen Krisenkapitalismus" gewesen.
Angeführt wurde die Demonstration von einem schwarzen Block, der von Polizeibeamten eskortiert wurde. Es kam laut Polizei zu kleineren Rangeleien. Rund 800 Beamte waren im Einsatz.
Stand vom 07.11.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 07.11.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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