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Das Gelände der Stasi nahm mehr als einen Straßenblock ein.
Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag das Bürgerfest in der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen in Berlin-Lichtenberg besucht.
In dem Gebäudekomplex des früheren Ministeriums für Staatssicherheit habe den ganzen Tag über reges Treiben geherrscht, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Besucher hätten sich besonders für einen Rundgang durch das Archiv der Stasi-Unterlagen interessiert.
Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, hatte zur Eröffnung betont, dies sei ein Tag der Freude und Genugtuung. Es sei ein Verdienst der Ostdeutschen, die Akten vor der Vernichtung gerettet zu haben. Die Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, Monika Grütters (CDU), betonte, die Aufarbeitung solle nicht eingeschränkt werden. "Wir müssen der schleichenden Bagatellisierung der DDR-Vergangenheit entgegenwirken", sagte Grütters.
Auf dem Geländer erinnern Ausstellungen an Bespitzelungen und an das Ende der DDR-Staatssicherheit. In Lesungen, Filmen und Gesprächsrunden konnten sich die Besucher mit der Geschichte des Spitzeldienstes auseinandersetzen.
Festakt bereits am Freitag
Der Erstürmung der Stasi-Zentrale war am Freitagabend ein Festakt im Maxim Gorki Theater gewidmet. Dabei sagte die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, die Öffnung der Geheimpolizei-Archive sei inzwischen zu einem internationalen Leitbild für den Umgang mit Diktaturen geworden.
Am 15. Januar 1990 hatten empörte DDR-Bürger die Stasi-Zentrale im Ost-Berliner Stadtteil Lichtenberg gestürmt. Durch die Aktion wurden damals zahllose Unterlagen vor der Vernichtung bewahrt.
Stand vom 16.01.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 16.01.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_01/Stasi.html