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Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung
In Zossen (Teltow-Fläming) ist in der Nacht zu Samstag das "Haus der Demokratie" niedergebrannt. Es wurde von einer Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus geführt. Wie die Polizei mitteilte, besteht der Verdacht auf Brandstiftung.
Ein Passant habe das Feuer gegen 23 Uhr bemerkt und die Behörden alarmiert. Die Flammen haben nach Polizeiangaben schnell das gesamte Gebäude erfasst. Die Feuerwehr habe das Haus nur noch kontrolliert abbrennen lassen.
Die Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" hatte das "Haus der Demokratie" im vergangenen September eröffnet. Sie will verhindern, dass sich in der Stadt feste Neonazi-Strukturen bilden. Schon wenige Tage nach der Eröffnung war das Haus von Unbekannten verwüstet worden. Derzeit war eine Ausstellung über jüdischen Leben in Zossen zu sehen.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Bürgerinitiative entsetzt
Die Mitglieder der Bürgerinitiative zeigten sich nach dem Brand geschockt. Das Gebäude sei völlig abgebrannt, sagte Sprecher Jörg Wanke am Samstag. Beamte von Polizei und Landeskriminalamt untersuchten derzeit den Brandort. Die Initiative unterstütze die Ermittlungen mit Lageplänen und Informationen.
Stand vom 23.01.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 23.01.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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