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Nach dem Brandanschlag auf der "Haus der Demokratie" in Zossen (Teltow-Fläming) ermittelt das Brandenburger Landeskriminalamt (LKA) gegen sechs Personen.
Wie das LKA am Montag mitteilte, sind sie zwischen 13 bis 23 Jahren alt. Einige sollen der rechtsextremen Szene gehören. Hinweise auf die Tatverdächtigen haben sich den Angaben zufolge durch die Vernehmung des 16-jährigen mutmaßlichen Brandstifters ergeben.
Bei Durchsuchungen mehrerer Objekte in Berlin und Brandenburg sei Beweismaterial sichergestellt worden.
Das "Haus der Demokratie" in Zossen war Ende Januar in Flammen aufgegangen. Eine Initiative gegen Rechtsextremismus hatte dort unter anderem eine Ausstellung über jüdisches Leben gezeigt.
Rechte Schmierereien entdeckt
Unklar ist laut LKA noch der Zusammenhang zwischen dem Brand und rechtsextremen Schmierereien in Zossen und Königs Wusterhausen in den vergangenen Tagen. Allein in Zossen wurden in der Nacht zum Sonntag den Angaben zufolge 27 Hakenkreuze an Hauswände, Straßen und Verkehrszeichen geschmiert. Auch in Königs Wusterhausen wurden Hakenkreuze entdeckt.
Zudem gab es eine Morddrohung gegen ein Mitglied der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht", dessen Geschäft mit dem Spruch "Du wirst sterben" beschmiert wurde. Es war die zweite Morddrohung gegen ein Mitglied der Bürgerinitiative.
Kritik an Zossener Stadtverwaltung
Jörg Wanke, Sprecher der Initiative "Zossen zeigt Gesicht!", kritisierte in diesem Zusammenhang die Zossener Stadtverwaltung. "Wir werden von der Stadt als Nestbeschmutzer betrachtet, weil wir das Problem des Rechtsextremismus angeblich selbst anziehen", so Warnke.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/anstieg_rechter_gewalt.html