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Nach einer Demonstration in Berlin-Kreuzberg ist es in der Nacht zum Sonntag zu Krawallen gekommen.
Wie die Polizei mitteilte, wurden Beamte mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Mehrere Personen seien vorübergehend festgenommen worden. Die Krawalle, an denen sich laut Polizei rund 500 Personen beteiligten, dauerten bis zum frühen Sonntagmorgen an. Es gab 33 Festnahmen.
Linke Gruppen hatten zu der unangemeldeten Demonstration aufgerufen und wollten nach eigenen Angaben an den jungen Italiener Carlo Giuliani erinnern, der vor zehn Jahren bei Auseinandersetzungen um den G8-Gipfel in Genua von einem Polizisten erschossen wurde.
Friedlicher Protest gegen "Mediaspree"-Projekt
Freidlich blieb es dagegen am Samstagnachmittag bei einem Protestzug von Gegnern des "Mediaspree"-Projekts durch Kreuzberg und Friedrichshain. Die Veranstalter sprachen von rund 2000 Teilnehmer, die Polizei zählte etwa 1600 Demonstranten.
Der Protest richtete sich gegen eine geplante Bebauung am Spreeufer, die nach Ansicht der Demonstranten für steigende Mieten und Verdrängung im Umfeld sorgen würde. Die Teilnehmer forderten eine Umsetzung des Bürgerentscheids "Mediaspree versenken" von 2008, der allerdings rechtlich nicht bindend ist. Dabei hatten mehr als 34.000 Berliner für ausreichend Abstandsfläche bei Baumaßnahmen zum Fluss votiert.
Der Senat hofft auf Investitionen und Arbeitsplätze, wenn an der Spree gebaut wird.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_07/zwei_linken_demos.html