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Eine Pflegehausbewohnerin hält sich in ihrem Bett an einem Haltegriff fest (Bild: DPA)

Gesundheit/Kriminalität

Betrug bei ambulanten Pflegediensten in Berlin-Neukölln

Im Berliner Bezirk Neukölln entsteht durch Abrechnungsbetrug ambulanter Pflegedienste jährlich offenbar ein Schaden in Millionenhöhe.

Das ist das Ergebnis umfangreicher Überprüfungen durch das Bezirksamt.

Er gehe davon aus, dass die Hälfte der ambulanten Dienste bei den Kassen Leistungen abrechneten, die nie erbracht wurden, sagte Sozialstadtrat Michael Büge dem rbb. Die Pflegekassen würden dadurch nach seiner Schätzung im Jahr um bis zu fünf Millionen Euro geprellt.

In dem Sektor hätten sich zudem bereits mafiöse Strukturen gebildet, so der CDU-Politiker. So würden Patienten und Pflegekräfte gezielt eingeschüchtert und bedroht, damit sie nicht über den Betrug redeten.

Um Abhilfe zu schaffen, fordert Büge eine zentralen Kontrolldienst für den ambulanten Pflegesektor. Außerdem müsse das Land Berlin unverzüglich die Verträge mit den jeweiligen Pflegediensten kündigen, sobald derartige Misstände festgestellt würden. Er halte es zudem für sinnvoll, eine zentrale Anlaufstelle einzurichten, an die sich Betroffene anonym wenden könnten, so Büge.

Stand vom 07.09.2011

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 07.09.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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