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Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin will an ihrer Schultour durch Brandenburg festhalten. Das sagte die Leiterin des Projekts, Tanja Petersen, am Freitag dem rbb. Mitarbeiter der Stiftung waren an zwei Tagen in Folge an Brandenburger Schulen zum Teil antisemitisch beleidigt worden. Am Donnerstag war es zu einem solchen Vorfall an einer Oberschule in Werder gekommen, am Freitag wurden Mitarbeiter der Stiftung von Schülern in Erkner beschimpft.
Die Museumsmitarbeiterinnen waren am Donnerstag mit ihrer mobilen Ausstellung zu einem Workshop an die Schule in Werder gekommen. Dort wurden sie von mehreren Schülern antisemitisch angepöbelt. Laut Petersen wurden sie unter anderem als "Judensau" und "Judenschlampe" beschimpft. Die Lehrer hätten sich gegenüber den Stiftungsmitarbeitern nicht kooperativ gezeigt, sondern mit den unterschiedlichen Zuständigkeiten argumentiert, so Petersen weiter. Der Staatsschutz ermittle, aber die Mitarbeiter hätten keine Anzeige erstattet.
Die Schule wehrte sich gegen den Vorwurf, die Lehrer hätten nicht reagiert. Nach den Ferien sollen Präventionskurse mit der Polizei stattfinden.
Am Freitag brachen auch in Erkner (Oder-Spree) die Mitarbeiter des Jüdischen Museums ihre Tour mit einem Ausstellungsbus ab. Es habe "Beschimpfungen der schlimmsten Art" gegeben, erklärte Petersen. Nähere Angaben zu den Äußerungen machte sie nicht. Petersen betonte aber, dass das Projekt an den mehr als 250 besuchten Schulen zum größten Teil "auf ganz große Begeisterung" gestoßen sei.
Aus dem Brandenburger Bildungsministerium verlautete, dass Bildungsministerin Martina Münch (SPD) die Vorwürfe sehr ernst nehme und dafür sorgen werde, dass sie schnell aufgeklärt und aufgearbeitet würden. Abfällige Bemerkungen gegenüber Vertretern jüdischer Einrichtungen seien absolut inakzeptabel, so Münch.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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