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Die Organisatoren der Berliner Demonstration gegen den Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. beklagen eine Verschleppung ihres Genehmigungsantrages durch die Behörden.
Die Kundgebung des Bündnisses "Der Papst kommt" sei bereits vor mehreren Monaten angemeldet worden. Ein schriftlicher Bescheid sei bisher aber nicht eingegangen, kritisierte der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD), Jörg Steinert.
Steinert betonte, das langsame Genehmigungsverfahren erschwere die Organisation. Da sich dem Bündnis inzwischen mehr als 60 Verbände und mehrere tausend Privatpersonen angeschlossen hätten, werde Zeit benötigt, um die Veranstaltung vorzubereiten.
Bisher habe die Versammlungsbehörde der Polizei nur mündlich mitgeteilt, dass sie eine Kundgebung vor dem Brandenburger Tor verbieten wolle. Für diesen Fall strebt das Bündnis eine Klage an.
Die Papstgegner wollen am 22. September gegen die aus ihrer Sicht menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes demonstrieren. Die Proteste sollen parallel zur Rede des Kirchenoberhauptes im Bundestag stattfinden.
Die Organisatoren erwarten mindestens 10.000 Teilnehmer. Nach den bisherigen Planungen soll der Protestzug vom Brandenburger Tor über Unter den Linden und Friedrichstraße bis zur katholischen St. Hedwigs-Kathedrale führen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_09/papstgegner__berliner.html