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Braunkohle Tagebau Jänschwalde (dpa-Bild)

Umwelt/Braunkohle

Fast 4000 Einwendungen gegen neuen Lausitz-Tagebau

Gegen die Ausweitung des Braunkohletagebaus in der Lausitz sind im Planungsverfahren fast 4.000 Einwendungen eingereicht worden. Das hat die Grüne Liga am Mittwoch in Cottbus mitgeteilt, die dort der Landesplanungsbehörde die Dokumente übergab. Die Frist dafür lief am gleichen Tag ab.

Der Energiekonzern Vattenfall hat den Angaben zufolge bereits eine Genehmigung für den Tagebau Welzow-Süd II zwischen Senftenberg und Spremberg an der Grenze zu Sachsen beantragt. Der geplante Tagebau werde nicht nur "über Jahrzehnte den Klimawandel weiter anheizen", sondern auch zur Umsiedlung von mehr als 800 Menschen führen, kritisierten die Umweltverbände Greenpeace, BUND und Grüne Liga. Im Mittelpunkt der Proteste steht das Dorf Proschim.

Die Klimaziele Brandenburgs und Deutschlands seien nur mit einem Ausstieg aus der "extrem klimaschädlichen Braunkohle" zu erreichen, erklärte Anike Peters, Energieexpertin von Greenpeace. Wenn Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) neue Tagebaue zulasse, trage er damit nicht nur die Verantwortung für die Abbaggerung ganzer Dörfer, sondern auch eine Mitschuld an den Folgen der Klimaerwärmung in anderen Ländern.

Platzeck hatte die Energieerzeugung aus heimischer Braunkohle als notwendige Brückentechnologie bei der Energiewende bezeichnet. Der Energiebedarf des Hochindustrielandes Deutschland nach dem Atomausstieg werde ohne diese Brücke nicht zu decken sein, sagte er.

Vattenfall plant derzeit mehrere neue Tagebaue in der Lausitz, die zur Umsiedlung von rund 3.300 Menschen führen könnten.

Stand vom 30.11.2011

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 30.11.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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