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Mit einem Autokorso quer durch Berlin hat der Türkische Bund Berlin-Brandenburg am Samstag gegen Rechtsextremismus demonstriert.
An der Aktion gegen Blindheit vor Rassismus beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 160 Fahrzeuge, die Veranstalter sprachen von einem mehrere Kilometer langen Konvoi.
Nach dem Start in Kreuzberg führte die Route zunächst zur Bundeszentrale der NPD in Köpenick und dann zum Bundesinnenministerium in Moabit, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Der Zug endete am Bundestag.
Zahlreiche Polizisten begleiteten den Autokorso, Beamte auf Motorrädern sicherten den Straßenverkehr ab. Die Autofahrer mussten rund acht Minuten warten, bis die Demonstration an ihnen vorbeigefahren war. Auch viele Taxis beteiligten sich an der Aktion.
Aktion in Reaktion auf Enthüllungen über Rechtsterroristen
Die Aktion war in Reaktion auf das Bekanntwerde der Mordserie von Neonazis geplant worden. Initiator war dabei der Türkische Bund Berlin-Brandenburg.
Die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) soll unter anderem für neun Morde an Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft in den Jahren 2000 bis 2006 sowie den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn im April 2007 verantwortlich sein.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_12/autokorso_gegen_rassismus.html