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Die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat hat mehr Anstrengungen gefordert, um den Anteil von Migranten in öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen zu erhöhen. Dabei gehe es nicht nur darum, Jugendliche mit Migrationshintergrund zu fördern, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im rbb.
Auch die Arbeitgeber würden von den interkulturellen Kompetenzen der Migranten profitieren. Man müsse Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine Perspektive geben. Außerdem brauche man sie wegen der demographischen Entwicklung, aber auch wegen ihren Sprachkenntnissen. Berlin sei eine multikulturelle Stadt.
Ein höherer Migrantenanteil im öffentlichen Dienst war auch Thema des fünften Integrationsgipfels, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag Vertreter von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Verbandsvertreter ins Kanzleramt eingeladen hatte.
Dabei wurde ein Aktionsplan für eine bessere Eingliederung der rund 16 Millionen Migranten in Deutschland beschlossen. Auf 450 Seiten gibt er für Bereiche wie Spracherwerb, Bildung oder Sport konkrete Ziele und Zeitrahmen vor. Eine der zentralen Maßnahmen ist die verstärkte Anwerbung von Migranten für den Öffentlichen Dienst.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg