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Die Angehörigen der Opfer der Zwickauer Neonazi-Gruppe haben eine zentrale Ansprechpartnerin bekommen: Die frühere Berliner Ausländerbeauftragte John hat ihre Arbeit als Ombudsfrau aufgenommen.
John sagte am Mittwoch im rbb, sie habe bereits erste Gespräche mit Angehörigen geführt. Details sollten aber nicht genannt werden, um die Menschen zu schützen. Sie betrachte ihre Arbeit dabei nicht als Symbolpolitik, sondern es gehe um eine konkrete Zusammenarbeit in konkreten Fragen wie zum Beispiel Renten.
Bei den Opfern der Gewalttaten und ihren Angehörigen handele sich um etwa 60 Personen, berichtete John. "Die Angehörigen sind jahrelang alleingelassen worden, und es ist über ihre Köpfe entschieden worden."
Die Ombudsfrau soll den Betroffenen zur Seite stehen und sie bei der Bewältigung der Folgen der rechtsextremistischen Verbrechen unterstützen. Darauf hatten sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), verständigt. Den Zwickauer Neonazis werden zehn Morde an Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin zur Last gelegt.
John war von 1981 bis 2003 Ausländerbeauftragte des Berliner Senats und ist weiterhin sozial engagiert, unter anderem als Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin. Seit 2007 ist sie außerdem Vorsitzende des Beirats der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_01/john_hilft_betroffenen.html