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Vor dem Amtsgericht Potsdam hat am Donnerstag erneut ein Prozess gegen Castor-Gegner begonnen. Wie schon im ersten Anlauf im August 2011 kam es jedoch zu Verzögerungen.
Zwei Zeugen seien nicht erschienen, sagte die selbst vor Gericht stehende Castor-Gegnerin Cecile Lecomte. Nun soll die Verhandlung am 14. Februar fortgesetzt werden.
Lecomte und drei weitere Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie am 6. November 2008 mit einem Banner gegen einen Atommüll-Transport ins Zwischenlager Gorleben protestiert haben. Die zwei Männer und zwei Frauen im Alter von 24 bis 33 Jahren sollen ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Eisenbahnbauverordnung zahlen. Weil die Aktivisten dagegen Einspruch eingelegt haben, läuft nun der Prozess.
Der hatte am Morgen mit etwa 45 Minuten Verzögerung begonnen. Rund 30 Umweltaktivisten hatten vor dem Justizgebäude mit Kletteraktionen, Plakaten und Trommeln gegen die Strafverfolgung der Castor-Gegner protestiert. Polizeibeamte beobachteten die Aktionen, schritten jedoch nicht ein.
Die Richterin ließ alle Besucher zum Prozess zu. Durch deren Kontrolle kam es allerdings nach Angaben eines Gerichtssprechers zu den zeitlichen Verzögerungen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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