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Dresden hat am Montag der Bombenangriffe auf die Stadt und ihrer Zerstörung vor 67 Jahren gedacht. Am Abend bildeten zudem mehr als 13.000 Demonstranten eine dreieinhalb Kilometer lange Menschenkette durch die Innenstadt. Damit protestierten sie gegen einen rechtsextremen Fackelzug, zu dem etwa 1500 Neonazis nach Dresden gekommen waren. Zu dem Protest gegen die Rechtsextremisten waren auch zahlreiche Politiker aus Berlin angereist, unter ihnen Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD).
Thierse hatte bereits im Vorfeld dazu aufgerufen, sich dem rechtsextremen Fackelzug entgegenzustellen. Straßen und Plätze dürften nicht schweigend und widerspruchslos den Neonazis überlassen werden, forderte der SPD-Politiker am Montagvormittag im rbb. Der Aufzug sei eine üble Tradition, die durchbrochen werden müsse. Nach Ansicht von Thierse gehört es zu den demokratischen Rechten, dass man in Sichtweite derer demonstriert, gegen die man sich wende. Die Demokraten dürften deshalb nicht kilometerweit von den Rechtsextremisten ferngehalten werden.
Verstärkte Polizeikontrollen in Südbrandenburg
Schon Stunden vor dem Neonazi-Aufmarsch in Dresden hatte die Bundespolizei verstärkt Bahnhöfe im Süden Brandenburgs kontrolliert. Nach rbb-Informationen waren Beamte in mehreren Städten im Einsatz, darunter in Cottbus, Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) und Elsterwerda (Elbe -Elster). Sie wollten Ausschreitungen verhindern sowie Personen und Gepäck überprüfen.
Allein aus Cottbus wollten bis zu 70 Menschen in die sächsische Landeshauptstadt fahren, um sich den Rechtsradikalen in den Weg zu stellen. Das sagte ein Sprecher des Bündnisses "Cottbus Nazifrei" dem rbb. Für Mittwoch haben Neonazis auch in Cottbus einen Aufmarsch angemeldet. Gemeinsam mit dem Bündnis wollen sich Vertreter der Stadt und Cottbuser Bürger den Rechtsextremisten in den Weg stellen.
25.000 Menschen kamen bei Luftangriffen ums Leben
Dresden war am 13. und 14. Februar 1945 durch britische und US-amerikanische Bomber in Schutt und Asche gelegt worden. Bei den Luftangriffen der Alliierten kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges kamen etwa 25.000 Menschen ums Leben. Auf dem Heidefriedhof - der letzten Ruhestätte vieler Bombenopfer - wurden am Montag zum Gedenken weiße Rosen niedergelegt. Vor der Frauenkirche, die infolge des Bombardements ausgebrannt und eingestürzt war, wurde aus Tausenden Lichtern eine meterlange Kerze geformt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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