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+++ 00.58 Uhr: Redaktionsschluss
Die Lage in Kreuzberg scheint sich zu beruhigen. Wir beenden die Berichterstattung und danken Ihnen für Ihr Interesse.
+++ 00.08 Uhr: Henkel ist "überwiegend zufrieden", Ströbele nicht
Trotz der Ausschreitungen zeigt sich Innensenator Frank Henkel (CDU) mit dem Verlauf der Walpurgisnacht und den Demonstrationen am 1. Mai "überwiegend zufrieden". Die Mehrzahl der Veranstaltungen sei friedlich verlaufen, sagte er der Nachrichtenagentur dapd. Die Polizisten aus Berlin und anderen Bundesländern hätten ein "Höchstmaß an Professionalität" gezeigt.
Der Kreuzberger Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (Grüne) sagte hingegen, man könne mit der Lage nicht zufrieden sein. Aber nun sei wichtig, eine weitere Eskalation zu vermeiden und für einen friedlichen Verlauf der weiteren Nacht zu sorgen.
+++ 00.01 Uhr: Polizei traf Entscheidung zu Demo-Abbruch
Nachdem lange Zeit unklar geblieben war, wer nun eigentlich die linke Demonstration abgebrochen hat, bestätigte Polizeisprecher Alexander Tönnies, dass die Entscheidung von der Polizei getroffen wurde. Zugleich sprach er von Festnahmen und auch verletzten Demonstranten, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Nähere Details sollen im Laufe des 2. Mai bekanntgegeben werden.
+++ 23.27 Uhr: Gewalt flammt erneut auf
Fast schien der Abend gelaufen zu sein, da kommt es am Kottbusser Tor erneut zu Ausschreitungen: Demonstranten werfen erneut mit Steinen und Flaschen nach der Polizei. Augenzeugen zufolge waren vor allem schwarz gekleidete Demonstranten die Angreifer. Sie rannten nach den Attacken immer wieder zurück und versuchten, sich unter die Feiernden des traditionellen Myfestes zu mischen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Die Polizei hat den Platz am Kottbusser Tor mit Fahrzeugen und Einsatzkräften abgeriegelt. Störer wurden gezielt aus der Menge gegriffen und abgeführt. Auch Vermummte nahm die Polizei fest.
+++ 22.19 Uhr: Bahnhof Kottbusser Tor geschlossen
Der U-Bahnhof Kottbusser Tor ist aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Alle Züge der Linien U 1 und U 8 passieren die Station ohne Halt.
+++ 22.12 Uhr: Polizei: Gewalt ging vom schwarzen Block aus
Polizeisprecher Alexander Tönnies sagt dem rbb, die Gewalt sei vom sogenannten schwarzen Block ausgegangen, der überwiegende Teil der Demonstranten habe sich friedlich verhalten. Man hoffe jetzt auf eine rasche Beruhigung der Lage. An neuralgischen Punkten der Stadt werde die Polizei aber auch in der Nacht präsent sein.
Die Sicherheitskräfte sprechen nach wie vor von etwa 10.000 Demonstranten; die Veranstalter hingegen schätzen die Zahl der Beteiligten mittlerweile auf rund 20.000.
+++ 22.01 Uhr: Demonstrationszug löst sich auf
Viele Demonstranten fragen sich, was oder ob jetzt noch etwas passiert. Während ein Teil sich nach Kreuzberg zurückzieht und möglicherweise Richtung Myfest und Mariannenplatz läuft, gehen andere nach Hause. Die Stimmung ist gedrückt, nachdem der Zug nicht wie geplant erstmals aus Kreuzberg raus bis nach Mitte ziehen konnte. Ursprünglich sollte die Demonstration am Bebelplatz gegenüber der Humboldt-Universität enden.
+++ 21.39 Uhr: Veranstalter geben Polizei die Schuld
Der Veranstalter zieht die Notbremse. Nach den gewaltsamen Zwischenfällen wird der Aufzug vorzeitig abgeblasen. Per Lautsprecher fordert das "Revolutionäre-1.Mai-Bündnis" die Demonstranten auf der Lindenstraße auf, sich zum Myfest in Kreuzberg zu begeben. Die Polizei ist massiv mit Einsatzkräften vor Ort und versucht die Menge wieder zurückzuführen. Die Veranstalter machen derweil die Polizei für den Abbruch verantwortlich. Die Sicherheitskräfte hätten eine Eskalation der Situation herbeigeführt, heißt es in den Lautsprecherdurchsagen: "Wir wollten eine friedliche Demonstration im Zentrum der Macht".
+++ 21.33 Uhr: Demo soll abgebrochen werden
Vom Lautsprecherwagen der Demonstranten aus wird verkündet, dass die Polizei den Protestmarsch abgebrochen hat. Auch nach rbb-Information soll der Umzug wegen der zunehmenden Krawalle aufgelöst werden. Die Polizei hat das aber bis jetzt nicht offiziell bestätigt. Die Einsatzkräfte haben eine Absperrkette gebildet und drängen derzeit den Zug in Richtung Kreuzberg zurück, noch bevor er Mitte erreicht hat.
+++ 21.28 Uhr: Mindestens ein Polizist verletzt
Es ist mittlerweile vollkommen dunkel geworden und die Lage noch immer undurchsichtig: Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper fliegen Richtung Polizei, aber auch gegen ein Wachhäuschen am Jüdischen Museum. Mehrere Autonome versuchen aus Bauzäunen eine Barrikade zu errichten. Andere stürmen auf eine Baustelle und klettern auf Gerüste. Laut Nachrichtenagentur dpa wurde ein verletzter Polizist weggetragen.
+++ 21.18 Uhr: Mülltonnen brennen an der Lindenstraße
Eigentlich soll der Zug am Bebelplatz am Boulevard Unter den Linden enden. Doch ob er bis dahin kommt, ist derzeit unklar. Ein Feuerwerkskörper soll auf einem Balkon an der Wegstrecke einen Brand ausgelöst haben. Es werden weiterhin Rauchbomen gezündet. In der Nähe des Jüdischen Museum hat eine Mülltonne gebrannt. Die Polizei hat Augenzeugen zufolge bereits mehrere Personen vorläufig festgenommen, nachdem es weiter zu vereinzelten Zusammenstößen kommt.
+++ 21.08 Uhr: Unklare Lage in der Nähe des Jüdischen Museums
Die Spannungen nehmen offenbar zu: Während es im hinteren Teil des Demonstrationszuges offenbar weitgehend ruhig ist, scheinen die Zusammenstöße zwischen schwarzem Block an der Spitze und Polizei zuzunehmen. Es sollen Bauzäune umgeworfen worden sein; einige Mülltonnen brennen. Über Verletzte ist aber bisher nichts bekannt.
+++ 20.45 Uhr: Leichte Zusammenstöße mit der Polizei
Die Einsatzbeamten setzen vereinzelt Pfefferspray ein, denn es kommt immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. In regelmäßigen Abständen werden aus dem Demonstrationszug Rauchbomben gezündet.
+++ 20.42 Uhr: Teilnehmer ziehen am Springer-Hochhaus vorbei
Obwohl die Polizei das Axel-Springer-Hochhaus als besonders neuralgischen Punkt eingeschätzt hatte, scheint der Zug den Sitz der "Bild"-Zeitung ohne größere Vorkommnisse zu passieren.
+++ 20.32 Uhr: Angeblich erste Festnahmen
Mittlerweile kommt die Demo in die Außenbezirke Kreuzbergs Richtung Mitte, das Axel-Springer-Hochhaus kommt in Sicht. Es hat offenbar erste Festnahmen gegeben. Aus der Demonstration heraus werden Böller gezündet. Vor dem Demonstrationszug fahren Mannschaftswagen der Polizei. Direkt dahinter folgen nach Schätzungen mehrere hundert schwarz gekleidete Teilnehmer. Viele von ihnen tragen Sonnenbrillen und haben die Gesichter mit schwarzen Tüchern verdeckt.
+++ 20.23 Uhr: Steinwürfe auch gegen Tankstelle
Es gibt immer wieder Steinwürfe, zuletzt auch gegen eine Tankstelle. Vermummte aus dem schwarzen Block versuchen die Polizei zu provozieren. Sie rennen immer wieder auf die Beamten zu, versuchen sie anzurempeln und laufen dann wieder zurück in den Zug. Einige Polizisten mussten sich kurzzeitig hinter einen Lastwagen zurückziehen. Über der Szenerie kreisen Hubschrauber.
+++ 20.08 Uhr: Veranstalter zählt 15.000 Demonstrantren
Die Veranstalter sprechen mittlerweile von 15.000 Demonstranten. An der Spitze des Zuges, wo der der schwarze Block läuft, steht auf einem Transparent: "Das Sichere ist nicht sicher - Schluss mit Kapitalismus weltweit". Derzeit zieht der Zug durch Kreuzberg, wird später aber erstmals in Mitte erwartet.
+++ 19.58 Uhr: Steine und Flaschen fliegen gegen Bankfiliale
Die Stimmung ist deutlich aggressiver als zur Walpurgisnacht: Bei der Revolutionären 1. Mai-Kundgebung sind die ersten Steine und Flaschen gegen eine Bankfiliale an der Skalitzer Straße/Ecke Reichenberger Straße geschleudert worden. Am Kottbusser Tor wurden auch Steine gegen Polizisten geworfen. Immer wieder werden Knallkörper gezündet.
+++ 19.50 Uhr: Kleines Feuerwerk vom Dach
Auf dem Dach eines Hauses haben mehrere Vermummte ein Feuerwerk gezündet. Die Aktion wird vielen Demonstranten bejubelt.
+++ 19.48 Uhr: Sprechchöre und Antifa-Fahnen
Das lange Warten hat die Stimmung bei einigen hoch kochen lassen. In Teilen des Zuges ist die Stimmung aggressiv. Viele Demonstranten skandieren laut Forderungen, allerorts sind Sprechchöre zu hören und über allem wehen zahlreiche Antifa-Fahnen. Der schwarze Block läuft in forderster Front.
+++ 19.38 Uhr: "Revolutionäre" Mai-Demo legt los
Es geht raus aus Kreuzberg: Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Protestzuges verlässt die Demonstration den Bezirk und zieht Richtung Mitte. Soeben setzte sich der Zug aus geschätzten 10.000 Menschen in Bewegung. Seit 1987 kommt es am Rande oder nach dieser Demonstration regelmäßig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. 2011 galt aber als vergleichsweise sehr ruhiges Jahr. Es gab lediglich 161 Festnahmen, 100 Polizisten wurden verletzt.
+++ 19.28 Uhr: Noch kein Startsignal
Es ist schwül-warm geworden nach dem Regen und der Zug steht noch immer. Die mehreren Tausend Linken und Linksautonomen warten auf das Signal loszugehen. Ihre Proteste richten sich, wie ein Sprecher des "Revolutionären 1. Mai-Bündnis" im Vorfeld ankündigte, gegen die von der "Merkel-Regierung diktierten Sparmaßnahmen". Die Polizei ist massiv präsent, derzeit aber ist alles ruhig.
+++ 19.12 Uhr: Türkischer Gastwirt bewirtet Polizisten mit Tee
In der Waldemarstraße hat der Mitbetreiber eines türkischen Cafés 50 Beamte mit einem Pausen-Tee versorgt. "Die Polizisten sind doch unsere Mitmenschen", erklärte Nazif Özcoban vom Café Sakarya als die Polizisten gerade gegenüber postiert waren. Die Erfrischung kam bei den Beamten offenbar sehr gut an. "Diese Gastfreundschaft ist einmalig", sagte ein Berliner Polizist.
+++ 18.29 Uhr: Demo verzögert sich weiter
Auch wenn sich die Wolken gelichtet haben: Die Demo ist noch nicht gestartet. Ursprünglich sollte es gegen 18 Uhr losgehen. Die Polizei geht nun aber von 19.30 Uhr als Startbeginn aus. Die Route der Demonstranten sollte ursprünglich auch nahe am Axel-Springer-Haus vorbeiführen. Dies wurde nach rbb-Informationen von der Polizei allerdings untersagt. In dem Gebäude findet eine Veranstaltung zu Ehren des namensgebenden Verlegers statt, die Polizei will das Haus deshalb abschirmen.
+++ 18:07 Uhr: Regen überm Lausitzer Platz
Während sich bereits mehrere Tausend Demonstranten am Lausitzer Platz versammelt haben, ist ein Platzregen mit vereinzeltem Hagel niedergegangen. Der Demonstrationszug hat sich aber noch nicht in Bewegung gesetzt.
+++ 17.57 Uhr: Kleine Rangeleien mit der Polizei
Am Lausitzer Platz sammeln sich immer mehr Teilnehmer der Revolutionären 1. Mai-Demonstration. Auf dem Weg dorthin vom Mariannenplatz kam es zu kleineren Rangeleien mit der Polizei. Insgesamt werden zu dem Marsch unter dem Motto "Der Druck steigt - für die soziale Revolution" 15.000 Teilnehmer erwartet. Er führt erstmals bis ins Regierungsviertel.
+++ 17.54 Uhr: Bis zu 1000 Teilnehmer bei Spontandemonstration
Nach jüngsten Zahlen haben sich bis zu 1000 Menschen an der Spontandemonstration auf dem Mariannenplatz beteiligt - darunter vor allem Kiezinitiativen und linke Gruppen. Zu ernsthaften Zwischenfällen ist es offenbar nicht gekommen.
+++ 17.39 Uhr: Schon 30.000 Menschen beim Myfest
Das Myfest ist beliebt wie nie: Bis zum späten Nachmittag besuchten schon rund 30.000 Menschen zu dem Stadtfest. Vor allem Linke kritisieren die zunehmende Kommerzialisierung des Festes, das ursrünglich als Gegenentwurf zu den alljährlichen Ausschreitungen gegründet worden war.
+++ 17.30 Uhr: Linksautonome ziehen übers Myfest
Etwa 50 Linksautonome sind über den Mariannenplatz gezogen und haben gegen Mietsteigerungen protestiert. Einige hielten Plakate hoch wie "Wir bleiben alle". Die Polizei hieltz sich zurück und schritt nicht ein.
+++ 16.45 Uhr: Laute Musik gegen NPD
In Hellerdorf und Hohenschönhausen drehen Gegendemonstranten die Regler auf: Mit lauter Musik versuchen sie die drei NPD-Aufmärsche zu übertönen. Mittlerweile spricht die Polizei von 400 Gegendemonstranten, die mit Sprechchören und auf Transparenten Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt verurteilen.
+++ 16.34: Myfest zieht Besucher nach Kreuzberg
Seit dem Vormittag läuft das Myfest nun schon und mittlerweile dürften zehntausend Besucher das Kreuzberger Fest besucht haben. Die Stände zwischen Kottbusser Tor, Oranien- und Mariannenplatz sind wie in den vergangenen Jahren bestens frequentiert. Auf zahlreichen Bühnen spielen Bands. Geschäfte und Anwohner bieten bei dem Straßenfest internationale Spezialitäten an. Mit dem Kiezfest soll ein friedliches Zeichen gegen Randale und Krawalle gesetzt werden.
+++ 16.26 Uhr: Spontan-Demo in Kreuzberg angekündigt
Autonome wollen am Mariannenplatz in Kreuzberg um 17 Uhr spontan gegen Mietsteigerungen und Gentrifizierung protestieren. Die Demo ist offiziell nicht angemeldet. Dafür hat der geplante Protestmarsch um 13 Uhr aus noch unklaren Gründen gar nicht stattgefunden.
+++ 16.08: Uhr: Meteorologen warnen vor Wärmegewittern
Der Mai-Feiertag könnte in der Region Berlin-Brandenburg mit teils kräftigen Gewittern zu Ende gehen. Wie der Wetterdienst Meteogroup am Dienstag mitteilte, ist am Abend in der Lausitz mit Wämegewittern zu rechnen. Erwartet werden demnach starker Regen, Hagelschauer und stürmische Böen. Die Gewitter könnten auch den südöstlichen Teil Berlins erreichen und damit möglicherweise in die zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen platzen.
+++ 16.02 Uhr : Hellersdorf protestiert gegen NPD-Aufmärsche
Mehrere hundert Menschen protestieren zur Stunde in Hellersdorf gegen die zwei NPD-Aufmärsche im Bezirk.Auf Transparenten und in Sprechchören verurteilen sie Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt. Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein breites Bündnis demokratischer Parteien des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Die Polizei spricht von 250 Demonstranten. An den beiden NPD-Aufmärschen beteiligten sich jeweils rund 50 Rechte. Mehrere hundert Polizisten sind im Einsatz, um ein direktes Aufeinandertreffen der Demonstranten zu verhindern. Am Nachmittag soll in Berlin-Hohenschönhausen gegen eine weitere NPD-Kundgebung protestiert werden.
+++ 15.41 Uhr: Henkel lobt Polizeitaktik
Beri einem Besuch auf dem Kreuzberger Myfest lobt Innensenator Frank Henkel (CDU) den gestrigen Polizeieinsatz im Wedding. "Das ist uns gut gelungen", sagte der Senator. Das konsequente Durchgreifen habe gut funktioniert. "Ich hoffe, es bleibt auch heute friedlich."
+++ 14.56 Uhr: Aufmarsch der Rechten in Wittstock abgebrochen
Die Polizei bricht den Aufmarsch der Rechten ab, nachdem sich linke Gegendemonstranten ihnen mit einer spontanen Versammlung in den Weg gestellt hatten. Die Rechtsextremen gingen schließlich zum örtlichen Bahnhof zurück, damit war die Veranstaltung beendet.
+++ 14.11 Uhr: Gegendemonstranten stoppen rechten Aufmarsch
Gegendemonstranten stellen sich in Wittstock den etwa 100 Rechtsextremen entgegen. Der Aufzug ist momentan gestoppt.
+++ 13.04: Hunderte protestieren gegen Rechts
Hunderte Menschen feiern in Wittstock ein Stadtfest gegen Rechts. Die Stadt sei bunt und voller Menschen, sagte Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben. Mit dem Fest protestiert die Stadt gegen einen Neonazi-Aufmarsch. Am Bahnhof versammelten sich dazu am Mittag etwa 100 Rechtsextremisten. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.
+++ 12.35 Uhr: Thöne will höheren Spitzensteuersatz für Reiche
Auf der Berliner Abschlusskundgebung fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft GEW, Ulrich Thöne, einen höheren Spitzensteuersatz für Reiche. Die Wohlhabenden in Deutschland müssten stärker besteuert werden, auch um eine Qualitätsoffensive im Bildungswesen zu finanzieren, so Thöne. Zudem sprach er sich für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer aus.
+++ 12.06: Gewerkschaft mahnt Verantwortung bei "First Solar" an
Bei der 1.Mai-Demonstration in Frankfurt kritisieren Gewerkschafter den angekündigten Rückzug des US-Konzerns "First Solar" aus der Stadt. "Es ist vollständig unverständlich und inakzeptabel, wenn hier hektisch Veränderungen zu Lasten der Beschäftigten vorgenommen werden", so der Ostbrandenburger IG-Metall-Bevollmächtigte Peter Ernsdorf.
+++ 11.52: Erste Proteste gegen rechte Demo in Wittstock
Gegner einer geplanten Neonazi-Demonstration in Wittstock haben sich zu ersten Protesten versammelt. Am Bahnhof kam es zu einer spontanen Kundgebung in Sicht- und Hörweite der Rechten, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin sagte.
+++ 11.35 Uhr: Mehrere Tausend bei Kundgebung am Brandenburger Tor
Mehrere tausend Menschen haben sich in Berlin an der 1. Mai-Demonstration des DGB beteiligt. Unter dem Motto "Gerechte Löhne - soziale Sicherheit" zogen sie vom Hackeschen Markt zum Brandenburger Tor, wo derzeit eine Kundgebung stattfindet.
+++ 11.34 Uhr: Christoffers kritisiert Zunahme unsicherer Beschäftigungsverhältnisse
In Brandenburg haben mehre hundert Menschen an den Kundgebungen des DGB teilgenommen, so unter anderen in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Hennigsdorf und Potsdam. In Cottbus kritisierte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), dass die unsicheren Beschäftigungsverhältnisse weiter zunähmen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit keine Selbstverständlichkeit sei.
+++ 11.00 Uhr: Myfest startet in Kreuzberg
In Berlin-Kreuzberg hat das traditionelle Myfest rund um den Mariannenplatz begonnen. Das Kiezfest mit Musik und kulinarischen Spezialitäten aus dem Viertel soll nach Angaben der Organisatoren ein Zeichen gegen Krawalle setzen. Etwa 25.000 Menschen werden erwartet.
+++ 09.09 Uhr: Gewerkschaftsdemos zum 1. Mai in Berlin und Brandenburg
In Berlin und Brandenburg wird am Dienstag wie in ganz Deutschland für gerechte Löhne demonstriert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat dazu aufgerufen. Seine traditionelle Mai-Demonstration in Berlin begann um 9.00 Uhr am Hackeschen Markt. Kundgebungen der Gewerkschaft gibt es auch in Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).
+++ 07.17 Uhr: Polizei sieht "weitgehend friedliche" Walpurgisnacht
Die Walpurgisnacht ist nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich verlaufen. Es gab am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag weder ernsthafte Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei noch größere Sachbeschädigungen, hieß es am Dienstagmorgen. Eine Polizistin sei durch einen Steinwurf am Arm verletzt worden.
+++ 00.02 Uhr: Redaktionsschluss
Bis zur Stunde ist die Lage ruhig. Wir beenden die Berichterstattung und setzen sie am 1. Mai fort - mit Meldungen vom Tag der Arbeit, den drei angemeldeten NPD-Aufmärschen, dem Kreuzberger myFest und der Revolutionären 1. Mai-Demo.
+++ 23.36 Uhr: Noch immer hunderte Demonstranten am S-Bahnhof
Sehr laut, aber nur wenig Rangeleien: Die Demonstranten stehen nach Ende der Demo noch immer in großen Gruppen am S-Bahnhof Wedding. Die Polizei versucht die noch mehreren hundert Teilnehmer zu zerstreuen. Viele aber harren noch aus. Zuvor hatte der schwarze Block vergeblich versucht eine Menschenkette zu bilden. Nach jüngsten Polizeischätzungen waren an dem Zug insgesamt zwischen 2000 und 3000 Menschen beteiligt. Die Veranstalter sprachen von 2500 Beteiligten.
+++ 23.14 Uhr: Demo offiziell beendet
Die Demonstration zur "Antikapitalistischen Walpurgisnacht" ist beendet - offiziell zumindest.
+++ 22.52 Uhr: Bengalisches Feuer auf Hausdach gezündet
Auf dem Dach eines Hauses an der Torfstraße sind bengalische Feuer gezündet worden. Die Vermummten zündeten außerdem Leuchtraketen und warfen vereinzelt Böller. Die Polizei scheint sich aber zurückzuhalten.
+++ 22.45 Uhr: Flaschen fliegen gegen Polizeiautos
Nach zunächst friedlichem Beginn sind bei der Demo im Wedding nun doch erste Flaschen und zum Teil auch Pflastersteine Richtung Polizei geworfen worden. Scheinbar ist es aber bisher noch zu keinen größeren Schäden gekommen. Die Beamten fordern die Demonstranten auf, die Würfe zu unterlassen.
+++ 22.35 Uhr: Friedrichshain und Kreuzberg halten still
In den vergangenen Jahren war es vor allem am Boxhagener Platz in Friedrichshain und auch in Kreuzberg zu Walpurgis immer wieder zu Randalen gekommen. Heute ist es in beiden Stadtteilen friedlich geblieben. Auch im Mauerpark, wo noch immer Hunderte feiern, gibt es bisher keine nennenswerten Vorkommnisse.
+++ 22.21 Uhr: Demonstranten kommen zügig voran
Unter lauten Rufen und Parolen wie "Alerta Antifaschista" ziehen die Demonstranten durch den Kiez. Fünf Hundertschaften Polizei begleiten den Zug.
+++ 21.47 Uhr: "Nimm was Dir zusteht" startet durch den Kiez
Dreiviertel Zehn setzt sich der Zug in Bewegung. Auf der Müllerstraße haben sich zwischen 1000 und 1500 Menschen zu einem Zug gegen steigende Mieten und fortschreitende Gentrifizierung formiert. An der Spitze der Demonstration läuft eine größere Gruppe schwarz gekleideter Demonstranten, einige von ihnen schwenken Antifa-Fahnen.
+++ 21.39 Uhr: Demo noch immer nicht gestartet
Eigentlich sollte es gegen 21 Uhr losgehen, aber die Raps auf der Open-Air-Bühne an der Gerichtsstraße scheinen vorerst spannender zu sein. So hat sich der Demonstrationszug durch den Kiez noch immer nicht in Bewegung gesetzt.
+++ 21.26 Uhr: Im Norden nichts Neues
Im Wedding wird getanzt: Auch nach Stunden herrscht eine weitgehend friedliche Atmosphäre. In der Dunkelheit hat die Polizei Scheinwerfer an den Eingängen zum Bühnenplatz aufgestellt. Es herrscht ausgelassene, aber friedliche Stimmung unter den überwiegend Linksalternativen.
+++ 20.29 Uhr: Mauerpark bleibt relaxt
Ein kontrolliertes Feuer zur Vertreibung böser Geister an Walpurgis: Im Mauerpark wird fröhlich und lustig der Abend genossen. Der Parkstreifen ist voller Menschen. Die Polizei meldet keine Vorkommnisse.
+++ 20.08 Uhr: "Antikapitalistische Walpurgisnacht" startet
Zur Stunde beginnt am S-Bahnhof Wedding der Demonstrationszug gegen Mietsteigerungen, die "antikapitalistische Walpurgisnacht". Einige hundert Teilnehmer haben sich an der Ringbahn versammelt. Die Stimmung ist nach wie vor friedlich, wie schon den ganzen Nachmittag über. Die Strecke führt über die Müllerstraße zum Nordufer und dann über die Amrumer und Ostender Straße zurück zum S-Bahnhof Wedding.
+++ 19.25 Uhr: Henkel sieht alle "gut vorbereitet"
Nach seinem Nachmittagsbesuch im Mauerpark und an der Gerichtsstraße hat Innensenator Henkel (CDU) in der rbb-"Abendschau" noch einmal die Doppelstrategie der Polizei betont. Gegen Gewalttäter werde konsequent vorgegangen, so Henkel am frühen Abend. Ansonsten sei die Polizei aber grundsätzlich zu Besonnenheit angehalten: "Das wichtigste Einsatzziel vor dem Einsatz ist das Reden." In der Walpurgisnacht sind laut Henkel 3000 Beamte im Einsatz.
+++ 19.20 Uhr: Mannschaftswagen vor der Arbeitsagentur
Vor der Arbeitsagentur in der Müllerstraße haben Beamte eine Barriere aus Mannschaftswagen aufgefahren. Die Eingangstür des Arbeitsamtes war in den vergangenen Tagen von Unbekannten demoliert worden. Gegen die Fassade des Gebäudes waren zudem Farbbeutel geschleudert worden. Die Demonstrationsroute führt am Abend direkt an dem Gebäude vorbei.
+++ 19.12 Uhr: Lage im Wedding bisher friedlich
Knapp zwei Stunden vor Beginn der Demonstration ist die Polizei im Wedding mit einem Großaufgebot vor Ort. Rund um die Müllerstraße und vor allem an der Gerichtstraße sind Anti-Konflikt-Teams der Polizei unterwegs, mussten nach eigenen Angaben aber bisher nicht aktiv werden. Die Teams sollen im Streifall schlichten helfen und auch durch pure Präsenz deeskalierend wirken.
+++ 18.08 Uhr: Schon mehr als 1000 Menschen im Mauerpark
Der Mauerpark in Prenzlauer Berg wird derzeit nach Polizeiangaben von rund 1.200 Feiernden bevölkert. Bei frühsommerlichen Temperaturen herrscht nach den Worten einer Polizeisprecherin "eine friedliche und entspannte Stimmung". In dem Parkareal darf nicht gegrillt werden. Auch das Mitbringen von Flaschen und Dosen ist verboten und wird von der Polizei kontrolliert.
+++ 17.32 Uhr: Plätze im Wedding füllen sich langsam
Derzeit sind etwa 500 Demonstranten im Wedding. Bis zum Abend rechnen die Veranstalter mit mehr als 1500 Teilnehmern. Der Demonstrationszug soll dann gegen 21 Uhr vom S-Bahnhof Wedding aus durch den Kiez ziehen. Unter dem Motto "Nimm was Dir zusteht" führt die Demonstrationsroute unter anderem an der Arbeitsagentur in der Müllerstraße vorbei. Einzelhändler wollen bewegliche Warenauslagen bis dahin vom Bürgersteig holen. Mehrere Bankfilialen auf der Route, aber auch in Kreuzberg, haben vorsorglich bereits ihre Fenster mit Sperrholzplatten geschützt.
+++ 16.46 Uhr: Erste Demonstranten versammeln sich im Wedding
Im Berliner Stadtteil Wedding sind zum Auftakt der Demonstrationen rund 200 Menschen zusammengekommen. Damit startet die "Antikapitalistische Walpurgisnacht" erstmals in dem Nordberliner Stadtteil. Im Bereich Ruheplatz- und Adolfstraße treten bis zum Abend zahlreiche Bands und Theatergruppen auf. Die Stimmung war am Nachmittag friedlich. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und kontrolliert unter anderem die Taschen der Demonstranten.
+++ 16.02 Uhr: Parkverbot am Mauerpark und im Wedding
An der Demonstrationsroute im Wedding und am Mauerpark im Prenzlauer Berg dürfen vorerst keine Autos mehr abgestellt werden. Das Parkverbot gilt an vielen Stellen bereits seit dem Morgen. Mehrere Autos wurden abgeschleppt.
+++ 15.20 Uhr: Innensenator macht sich Vor-Ort-Bild
Berlins Innensenator Frank Henkel hat sich am Nachmittag ein Bild von der Lage im Wedding gemacht. Der CDU-Politiker rief die Demonstranten erneut zu gewaltfreien Protesten auf. "Alle haben Anspruch auf einen friedlichen 1. Mai", sagte Henkel, mit dem erstmals seit Jahren wieder ein CDU-Politiker den Posten des Innensenators inne hat. Rund um die Walpurgisnacht und den Tag der Arbeit sichern etwa 7.000 Polizisten Kundgebungen und Veranstaltungen ab.
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