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Der Berliner Kardinal Woelki hat im anhaltenden Streit um den neuen Flughafen Berlin Brandenburg zur Mäßigung gemahnt.
Die Verschiebung des Eröffnungstermins seit ärgerlich und kostspielig, räumte er am Samstag im rbb ein. Doch eine Katastrophe sei es nicht, jedenfalls nicht für die Stadt: "Kein Flugzeug ist abgestürzt, keine Halle eingestürzt. Es hat keinen Großbrand gegeben und auch keinen Anschlag", so Woelki wörtlich.
"Wer ein Haus oder auch nur eine Datsche gebaut habe, wisse, dass Zeit- und Kostenpläne selten eingehalten würden. Machen wir das Beste aus der Situation", riet Woelki.
Die Verschiebung sei auch eine Chance, die Pläne für die umstrittene Hafteinrichtung für Flüchtlinge in Schönefeld zu überdenken. Ein Flughafen, an dem Asylsuchende in einem Schnellverfahren abgespeist werden, käme dem Ruf Berlins als einer weltoffenen Stadt nicht zugute, warnte er.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_06/woelki__spaetere_ber.html