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Die Besetzer des Seniorenklubs "Stille Straße" in Berlin-Pankow wollen auch am elften Tag in Folge nicht von ihrem Vorhaben abrücken.
"Natürlich bleiben wir", sagte die Vorstandsvorsitzende der Begegnungsstätte, Doris Syrbe, am Dienstag. "Wir machen weiter, bis wir ein positives Ergebnis haben." Vom Bezirk sei bislang keine Reaktion gekommen.
Etwa acht Hausbesetzer zwischen 70 und 75 Jahren übernachten Syrbe zufolge regelmäßig auf Campingliegen in der alten Stadtvilla, die als Freizeittreff diente und nun geschlossen werden soll. Tagsüber würden sie von 40 bis 50 Senioren unterstützt. Die Aktion verlaufe friedlich: "Wir wollen ja nicht randalieren, nur besetzen", sagte Syrbe.
Die Rentner hatten das Haus am vorvergangenen Freitag besetzt, weil es aus Kostengründen geschlossen werden soll. Am vergangenen Mittwoch hatte ein junger Mann dem Hausmeister des Klubs den Schlüssel weggenommen. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister, Jens-Holger Kirchner (Grüne), hatte daraufhin von den Villenbesetzern verlangt, sich deutlich von dem jungen Mann zu distanzieren.
Die SPD-Bezirksstadträtin Zürn-Kasztantowicz sagte dem rbb, das sei kein Kavaliersdelikt. Die Senioren hielten sich widerrechtlich in dem Haus auf. Sie müssten wissen, dass sie für alles, was da passiere, verantwortlich seien.
Im Namen der Senioren bestätigt ihre Vorsitzende Doris Syrbe gegenüber dem rbb die Auseinandersetzung mit dem Hausmeister. Eine Strafanzeige halte sie aber für übertrieben.
In dem Haus in Pankow haben bisher 300 Rentner gemeinsam ihre Freizeit verbracht. Sie fordern, ihren Klub zu erhalten. Seit Beginn der Besetzung hat es kein Gespräch zwischen den Verantwortlichen des Bezirks und den Hausbesetzern gegeben. Die Senioren haben angekündigt, wochenlang auszuharren, wenn es vom Bezirk Pankow kein für sie akzeptables Angebot gebe.
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