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Berliner Notar wegen Schrottimmobilien verhaftet

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Schrottimmobilien ist am Mittwoch in Berlin ein Notar verhaftet worden.

Dem 51 Jahre alten Juristen wird bandenmäßiger und gewerbsmäßiger Betrug in 18 Fällen vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Ahnungslosen Käufern seien betrügerische Anlagemodelle verkauft worden, die zu großen finanziellen Problemen und auch Privatinsolvenzen führten. Das System habe auf der engen Mitarbeit von Notaren basiert, so die Ermittler.

Der 51-Jährige, der zuletzt geschädigte Käufer vertreten hatte, soll als mutmaßliches Bandenmitglied von Juni 2008 bis März 2010 für Immobilienhändler stets erreichbar gewesen sein, um betrügerische Geschäfte kurzfristig und jederzeit beurkunden zu können.

Im Zusammenhang mit dem Fall wurden zudem vier Objekte in Berlin und in Falkensee (Havelland) durchsucht.

Der Verkauf von minderwertigen Immobilien zu überhöhten Preisen an meist ahnungslose Kunden hatte in Berlin zu heftigen Debatten geführt. Bereits am 13. Juni waren neun Immobilienhändler vom Landgericht Berlin zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Richter sprachen sie schuldig, 2008 an zehn Ehepaare völlig
überteuerte Immobilen vermittelt zu haben, um die Provisionen zu kassieren.

Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) will mit strengeren Richtlinien Käufer bundesweit besser vor dem Erwerb von überteuerten Schrottimmobilien schützen. Darauf hatte sich die Justizministerkonferenz geeinigt.

Stand vom 18.07.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 18.07.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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