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Der neue Technik-Geschäftsführer des Hauptstadtflughafens in Schönefeld, Horst Amann, hält den Zeitplan zur Fertigstellung für sehr eng bemessen.
Die Zeit zur Abnahme durch die Genehmigungsbehörden sei "extrem knapp und absolut ambitioniert", sagte Amann bei einem Besuch von brandenburgischen CDU-Politikern auf der Baustelle in Schönefeld. Derzeit sichte er die Unterlagen zum Bau des Flughafens. Im August soll er dem Aufsichtsrat erklären, ob der neue Eröffnungstermin des BER im März 2013 zu halten ist.
Amann tritt das Amt offiziell am 1. August an und wird Nachfolger des bisherigen Chefplaners Manfred Körtgen, der nach der geplatzten Flughafen-Eröffnung im Juni seinen Hut nehmen musste.
Flughafengewahrsam in Berlin-Schönefeld startet bis Ende Juli
Am Montag wurde zudem bekannt, dass die umstrittene Flughafenunterkunft für einreisende Flüchtlinge ohne Papiere am BER bis Ende Juli in Betrieb gehen soll. Bis Ende des Monats soll das neue Gebäude fertiggestellt sein.
Dann müsse noch der Mietvertrag zwischen dem Flughafenbetreiber und dem Land Brandenburg unterzeichnet werden, teilte das Innenministerium in Potsdam mit.
Im Flughafengewahrsam können künftig bis zu 30 Menschen interniert werden. Flüchtlingsorganisationen und Kirchen kritisieren seit Monaten mit Appellen und Demonstrationen die geplante Abschiebehaftanstalt.
Die Brandenburger Landesregierung will am Dienstag auf ihrer letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Flughafenasylverfahrens auf den Weg bringen. Sie soll gemeinsam mit Rheinland-Pfalz in den Bundesrat eingebracht werden.
In Deutschland gibt es das Flughafenasylverfahren bisher in Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Auch am alten Flughafen Berlin-Schönefeld werden Asylbewerber bereits jetzt für die Bearbeitungsdauer festgehalten.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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