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Eine mutmaßliche türkische Linksterroristin muss sich seit Donnerstag vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Die 42-Jährige, die kein Deutsch spricht, verweigerte zum Prozessauftakt die Aussage.
Laut Anklage soll sie in Berlin, Hamburg, Köln und im europäischen Ausland für die terroristische Vereinigung „Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front“ (DHKP-C) tätig gewesen sein. Als Europachefin der Terrororganisation soll die Frau die Beschaffung von mehr als einer Million Euro für Anschläge in der Türkei organisiert haben.
Laut Bundesanwaltschaft findet der Prozess in Berlin statt, weil die Hauptstadt einer der Tatorte gewesen sein soll.
Die DHKP-C will nach Angaben der Bundesanwaltschaft den türkischen Staat zerschlagen und ein marxistisch-leninistisches System errichten. Die Vereinigung hat laut Anklage in der Türkei Mord-, Brand- und Sprengstoffanschläge verübt. Sie soll auch wiederholt Selbstmordattentäter eingesetzt haben.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_07/prozess_um_tuerkische.html